Wo münden die Lymphgänge in das venöse System?
am Venenwinkel
-> Zusammenfluss von V. jugularis interna und V. subclavia
Welche Art des Endothels haben die Gefäße im roten Knochenmark?
diskontinuierliches Endothel
Welche Lymphozyten reifen in welchem Gewebe heran?
B-Lymphozyten im Knochenmark
T-Tlymphozyten im Thymus
Welcher TZR interagiert mit welchem MHC-Molekül?
CD4 + MHCII
CD8 + MHCI
Eselsbrücke:
⇒ 4 × 2 = 8
⇒ 8 × 1 = 8
Aus welchem Keimblatt entstehen die Lymphbahnen ?
Mesoderm
Was ist der Unterschied zwischen Thymozyten und Thymusepithelzellen?
Thymozyten sind untreife T-Lymphozyten die in den Thymus einwandern um dort zu reifen
Thymusepithelzellen bilden das Zellretikulum und die Hassall-Körperchen
Wieso kommt es bei einer ALL zu einer Anämie?
Da die Leukozyten schneller proliferieren als die Erythrozyten wird die Hämatopoese gestört
unreife Lymphoblasten nehmen so viel Platz ein, dass sie die Produktion der Eyrthrozyten verdrängen - Knochenmarksinsuffizienz
Welche Arten der regulatorischen T-Zellen gibt es ?
tTregs aus dem Thymus -> entstehen direkt bei der T-Zell-Reifung
Unterdrücken Autoimmunreaktionen durch dysregulierte T-Zellen
immunologisches Gleichgewicht
pTregs aus periphären Lymphknoten -> entstehen wenn CD4+ Zellen auf bestimmte Reize treffen
fötale Toleranz
orale Tolleranz
Aflösen von inflammatorischen Reaktionen
Mucosa Tolleranz (Microbiom)
-> sezernieren antiinflamatorische Zytokine, binden inflammatorische Zytokine um deren Konzentration zu senken
Die Lymphe aus welchem Teil des Körpers fließt in den Ductus thoracicus ?
gesammte untere Körperhälfte
linke Seite der oberen Körperhälfte
linke Seite des Kopfes
Welche Besonderheit weisen die Gefäße in der T-Zone sekundärlymphatischer Organe auf?
hochendotheliale Venolen verfügen über besonders hohes Endothel, die Zellen sind mit Selektinen besetzt, diese ermöglichen es den T-Zellen aus dem Blut in das lymphatische Gewebe einzuwandern
Was sind die Funktionen des Lymphgefäßsystems?
Transportfunktion: Rückführung der interstitiellen Flüssigkeit in den Blutkreislauf
Abwehrfunktion: Pathogene gelangen leicht ins Lymphsystem, Dandritische Zellen nutzen diesen Weg auch um zu Lymphknoten zu gelangen
Lipidtransport: im Darm resorbierte Fette werden als Chylomikronen über das Lymphsystem in die Blubahn transportiert
Was versteht man unter "junctional diversity"?
Variabilität in der Aminosäuresequenz von B- und T-Zell-Rezeptoren, die durch das ungenaue Zusammenfügen (Rekombination) von Gen-Segmenten während der V(D)J-Rekombination entsteht
durch das zufällige hinzufügen oder weglassen von Nucleotiden an der Verbindungsstelle und damit einhergehenden leserasterverschiebungen steigt die genetische Variabilität
Welche Viren könnten am ehesten eine Leukämie auslösen?
Humanes T-Zell-Leukämievirus Typ 1 (HTLV-1) :
hohe Affinität zu CD4+ - T-Lymphozyten
RNA wird in DNA umgeschrieben und in Wirts-DNA integriert, Transkriptionsfaktoren werden aktiviert, Zellproliferation angekurbelt und Apoptose gehemmt
Durch Hemmung von Tumorsupressorgenen und Reperaturmechanismen häufen sich Mutationen ->
dadurch kann es zur Adulten T-Zellleukämie führen
Epstein-Barr-Virus (EBV) :
Infiziert B-Zellen
bewirkt Proliferation und hemmt Apoptose
B-Zellen befinden sich in einem dauerhaft teilungsaktiven Zustand
-> selten leukämischer Verlauf
Auf welchemn Wegen durchfließt das Blut die rote Pulpa der Milz ?
1. Arterielle Strombahn:
A. splenica → Trabekelarterie → Zentralarterie → Pinselarteriole → Kapillaren (z.T. Hülsenkapillaren) → ...
2.1 Offener Kreislauf:
Kapillare mündet frei im retikulären Netz der Pulpastränge, junge gesunde Erythrozyten können sich hindurchquetschen, erkrankte und alte werden phagozytiert → gelangen durch diskontinuierliches Endothel in die Sinusoide
2.2 Geschlossener Kreislauf:
Kapillare mündet direkt in Sinusoid
3. Venöse Strombahn:
Venöse Sinusoide → Pulpavenen
Wie läuft die Reifung einer T-Zelle im Thymus ab?
Nenne die 5 Milzbänder
Lig. gastrosplenicum
Lig. splenorenale
Lig. colicosplenicum
Lig. phrenicosplenicum
Lig. prenicocolicum
Welche sturkurellen Besonderheiten unterscheiden die Milz von den anderen sekundärlymphatischen Organen?
keine afferenten Lymphgefäße
Gliederung in rote und weiße Pulpa
die lymphatische weiße Pulpa ist um die Zentralarterien angeordnet
Marginalzone als spezieller Randbereich zwischen roter und weißer Pulpa
keine hochendothelialen Venolen
Beschreibe, wie in etwa die somatische Rekombination abläuft
Somatische Rekombination am Beispiel der D-JRekombination der β-Kette des TZRs:
Auswahl eines zufälligen D und J Segments aus der DNA, an diesen Stellen wird die DNA durchtrennt, die dazwischen gelegene DNA wird entfernt.
Die dabei entstehende Lücke wird durch das zufällige Einsetzen von Nucleotiden repariert, andere Nucleotide werden zufällig entfernt, (führt häufig zu Leserasterverschiebung), anschließend werden das D und das J Segment miteinander verbunden
ein zufällig entstehendes V-Segment wird ebenfalls durch durchtrennen, hinzufügen neuer und entfernen alter Nucleotide und Verbinden der Ketten an die DJ-Einheit angefügt
Die VDJ-Einheit wird in RNA transkribiert, das C-Segment (konstante Region) wird angefügt
bei der Translation entsteht die β-Kette des TZR
die α-Kette entsteht nach dem gleichen Prinzip, nur, dass es hier kein D-Segment, sondern nur V und J gibt
die beiden zufällig entstandenen Ketten werden im ER zufällig miteinander kombiniert
Wie können Viren cancerogen wirken?
Immortalisierung -> Unendliche (?) Teilungsfähigkeit
Durch Tumorsupressorgene oder Interaktion mit deren Genprodukten
Integration der Virus DNA in die Wirts-DNA (erfolgt an zufälliger stelle, kann dabei Protoonkogene aktivieren oder Tumorsupressorgene zerstören - Typisch z.B. für HTLV-1)
Exprimierung eines viralen Gens -> Produktion viraler Onkoproteine (diese aktivieren Signalwege, hemmen Tumorsupressorgene, verhindern Apoptose - Typisch für EBV)
Bewirken ständige Replikation, unterbinden Apoptose, hemmen DNA-Reparaturmechanismen -> erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Weitergabe von beschädighten Genmaterial