Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft
Magisches Sechseck
Wirtschaftspolitische Handlungsfelder
Formalia
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Nenne die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft

  • Eigentumsprinzip
  • Haftungsprinzip
  • Sozialprinzip
  • Wettbewerbsprinzip
  • Marktkonformitätsprinzip
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Nennt die wirtschaftspolitischen Ziele Deutschlands

  • Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
  • Stabiles Preisniveau
  • Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung
  • Umweltschutz
  • Hoher Beschäftigungsgrad
  • Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
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Nenne je eine mögliche Maßnahme, die der Staat im Rahmen der Ordnungspolitik, Strukturpolitik und Prozesspolitik ergreifen kann.

  • Prozesspolitik
  • Steuersenkungen; Mehrwertsteuer; Benzinsteuer; Einkommenssteuer senken; Mehrwertsteuer erhöhen
  • Steuererleichterungen für Unternehmen  Unternehmenssteuer
  • Ordnungspolitik
  • Kartellverbot als Gesetz; Sanktionen z.B. Bußgelder; Regeln zur Eigentumsordnung
  • Strukturpolitik
  • Investitionen in Bildung z.B. Ausbau von Schulen, Einstellung von Lehrkräften; Investitionen in die Infrastruktur z.B. Schienennetzausbau der Bahn; Subventionen für bestimmte Sektoren z.B. Unternehmenssteuern senken, um die Ansiedlung von Unternehmen zu erleichtern


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Fasse diesen Satz zusammen:

Erwartet wird, dass sich Industrie, Exporte und Unternehmensinvestitionen schwächer entwickeln als bislang angenommen. Ein zentraler Grund dafür ist die gesunkene Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, und die ist hausgemacht. Hinzu kommt: Falls die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr überhaupt noch wächst, ist das vor allem auf die expansive Finanzpolitik der Regierung zurückzuführen – also auf die geplanten Milliardeninvestitionen in Infrastruktur und Verteidigung, die über Schulden finanziert werden.

Aufgrund der schlechten Wettbewerbsfähigkeit werde erwartet, dass sich die Wirtschaft schwächer entwickele. Der Autor behauptet, dass die Wirtschaft nur durch die schuldenfinanzierten finanzpolitischen Entscheidungen bzw. Investitionen in die Infrastruktur und Verteidigung wachsen würde/könne.

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Beschreibt den Zusammenhang zwischen Eigentums- und Haftungsprinzip der sozialen Marktwirtschaft

  • Grundsatz: Möglichkeit auf Privateigentum sowie die Nutzungs- und Verfügungsrecht über Konsumgüter und Produktionsmittel
  • Grundlage der wirtschaftlichen Freiheit
  • Dazu zählen freie unternehmerische Betätigung, freie Arbeitsplatzwahl, freie Konsumwahl
  • Aber: Eigentum verpflichtet -> Muss dem Gemeinwohl dienen  Staat darf eingreifen, wenn Eigentum zu sozialen Fehlentwicklungen führt
  • Haftungsprinzip
  • Unternehmen müssen selbst Verantwortung für ihr wirtschaftlichen Misserfolg übernehmen
  • Beide Prinzipien bilden die Grundlage für rationales Handeln von Unternehmen am Markt
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Beschreibt mögliche Beziehungen zwischen den wirtschaftspolitischen Zielen

  • Zielkomplementarität
  • Das Verfolgen eines wirtschaftspolitischen Ziels hat positive Auswirkungen auf ein anderes wirtschaftspolitisches Ziel
  • Zielneutralität
  • Maßnahmen zur Realisierung eines Ziels beeinflussen kein anderes Ziel pos/neg
  • Zielkonflikt
  • Maßnahmen zur Erreichung eines Ziels beeinflussen das andere Ziel negativ
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Beschreibe die wirtschaftspolitischen Handlungsfelder des Staats.

  • Ordnungspolitik: zielt auf die rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen; Umweltschutz, Arbeitsrecht, Wettbewerbsordnung; langfristig; beeinflusst Handeln von Haushalten und Unternehmen
  • Strukturpolitik: zielt auf den regionalen und sektoralen Strukturwandel; z.B. Infrastrukturentwicklung; Arbeitsmarktpolitik; Einkommens- und Vermögensverteilung zwischen Regionen; mittelfristig; beeinflusst Entwicklung der mesoökonomischen Einheiten
  • Prozesspolitik: zielt auf die Stabilisierung der gesamtwirt. Entwicklung; kurzfristig; Maßnahmen, die die Geld- und Währungspolitik beeinflussen; Fiskalpolitik (Staats- und Ausgabenpolitik); Stabilisierung vin makroökonomischen Größen BIP, privater Konsum, Investitionen
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Nenne zwei mögliche Satzanfänge, die du in einem Fazit zu einer Erörterung/Stellungnahme etc. (AFB) nutzen kannst

  • „In dieser Argumentation habe ich die Frage verfolgt, inwiefern …“; „ … habe ich erörtert, inwiefern …“
  • „Dabei habe ich gezeigt, wie beispielsweise durch … die Demokratie negativ beeinflusst wird.“
  • „Zusammenfassend habe ich gezeigt, …“
  • ; „Deshalb bin ich der Überzeugung, dass …“
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Erläutert an einem selbstgewählten Beispiel das Spannungsverhältnis zwischen Sozialstaatsprinzip, Wettbewerbsprinzip und Marktkonformitätsprinzip

  • Z.B. durch soziale Leistungen; Kindergeld, Rente,
  • Wettbewerbsprinzip: Staat muss mit Maßnahmen für Konkurrenz auf dem Markt sorgen
  • Z.B. Monopole oder Oligopole durch Gesetze und Kontrollen verhindern; Subventionen
  • Marktkonformitätsprinzip: Staat sollte nicht in die Preisbildung eingreifen; Eingriffe dürfen die Preisbildung durch Angebot/Nachfrage nicht stören
  • Spannungsverhältnis: Sozialprinzip soll Marktteilnahme garantieren; wenn zu hohe Preise, dann können Menschen am Markt nicht teilnehmen; Staat muss eingreifen, damit Teilnahme möglich; aber: sollte nicht im Preis eingreifen;


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Erläutert drei der sechs wirtschaftspolitischen Ziele Deutschlands anhand eines selbstgewählten Beispiels

  • Stabiles Preisniveau
  • Ziel: jährliche Inflationsrate auf ca. 2% begrenzen;
  • Bsp: im Rahmen des Irankriegs sind die Energie bzw. Benzinpreise enorm angestiegen, sodass ein Anstieg der Inflation vermutet wird; mit dem Eingriff in die Preisgestaltung o. Steuersenkungen kann der Staat dem Anstieg der Inflation entgegenwirken

  • Umweltschutz
  • Art. 20a GG  Schutz und Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen hat Verfassungsrang; Umweltschäden durch wirtschaftliche Aktivitäten sollen vermieden werden
  • Bsp: Maßnahmen des Staats im Rahmen des Irankriegs, z.B. den Eingriff in die Benzinpreise, würden dieses Ziel negativ beeinflussen, da eine Senkung der Preise zu höherem Benzin bzw. Energiekonsum führen könnte; Mehr Verbrauch fossiler Energieträger führt zu einem höheren CO2 Ausstoß; vielmehr könnten staatliche Maßnahmen eher in die Investition in erneuerbare Energien fließen, sodass Deutschland CO2 neutraler wird.

  • Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
    • Stetiges Wachstum kann erreicht werden, wenn Konjunkturschwankungen vermieden werden; angemessen 2-4%
    • Bsp. Im Rahmen des Irankriegs sind die Energiepreise angestiegen, die das Wirtschaftswachstum hemmen könnten; ein Eingriff in die Energiepreise könnten dafür sorgen, dass das erwartete Wachstum um 1% erreicht werden kann  Kosten würden für Unternehmen sinken  kaufen günstig Energie ein
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Vergleicht die Angebots – und Nachfragetheorie hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Annahmen zu den Ursachen einer Konjunkturkrise.

Keynes

Krise entstehe durch zu wenig Konsum


 die Produktion sinkt, weil weniger Konsum da ist  würde der Staat nicht eingreifen, würde die Krise stärker werden

 Unternehmen wägen ab, wie Gewinne und Umsätze der Zukunft aussehen

 schlechte Erwartungen bedeutet Kürzungen seitens der Unternehmen und fehlende private Investitionen

 + den Unternehmen fehlen Aufträge wegen mangelnder Nachfrage

 Arbeitslosigkeit steigt, weil sich Arbeitsplätze nicht mit der sinkenden Nachfrage decken


Friedman

Private Investitionen gehen zurück (Unternehmen investieren weniger): Grund: hohe Steuerabgaben und politische Vorschriften


Grundannahme: Der Markt regelt und reguliert sich selbst  es entstehe automatisch ein Gleichgewicht zwischen Angebot/Nachfrage

 Wenn Gleichgewicht herrscht, dann entsteht automatisch Vollbeschäftigung

Die Konjunktur schwanke, weil der Staat zu stark eingreife bzw. überhaupt eingreift

 Einmischung des Staats würde zu Fehlentwicklungen führen

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Erkläre, wie eine gelungene Einleitung für eine Erläuterung aussehen sollte

  • Einleitender Satz
  • Zusammenfassender Satz zum Textinhalt
  • Bezug zum Text und den inneliegenden Konzepten, die erläutert werden müssen
  • Alternativ: Konzepte, die euch einfallen (und über den EWH hinaus gehen) 
  • Satz zum Vorgehen
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Erörtert vor dem Hintergrund der Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft: Inwiefern der Staat in die Wirtschaft eingreifen sollte?

Pro:

  • Über das Sozialprinzip kann der Staat es sich offen halten, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern z.B. durch staatliche Leistungen; der Staat hat somit Instrumente in der Hand und überlässt nicht alles dem Markt;
  • Indem der Staat auf der Nachfrageseite eingreift, könnte Wirtschaftswachstum verbessert werden (Theorie nach Keynes)

  • Kontra:
  • Eine vollkommene Freiheit des Marktes wird nicht gewährleistet, da der Staat durch Gesetze und andere Maßnahmen immer in den Markt eingreift; dies kann die Gewinnmaximierung mancher Unternehmen senken
  • Durch Eingriffe des Staats können private Investitionen zurückgehen; wenn der Staat z.B. mit hohen Steuerabgaben sozialen Ausgleich finanzieren möchte, investieren Unternehmen weniger; das kann zu weiteren Störungen führen (Theorie Milton Friedman Monetarismus)
  • Staat sollte weniger regulieren, damit der Markt sich selbst regeln könne und somit Arbeitsplätze entstehen
400

Tagesschau Schlagzeile 27.04: 

Kauflust schwindet weiter. Der Iran-Krieg und die Angst vor steigenden Preisen drücken die Verbraucherstimmung erneut deutlich. Das Konsumklima und die Einkommenserwartungen sind auf den niedrigsten Wert seit Februar 2023 gefallen.

Erörtert vor dem Hintergrund der wirtschaftspolitischen Ziele: Inwiefern der Staat in die Wirtschaft eingreifen sollte? (2 Pro/2 Con)

individuell

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Nehmt Stellung zur Staatsverschuldung als mögliche Maßnahme des Staats, Konjunkturkrisen zu begegnen (2 Pro/2 Con)

individuell

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Erläutere anhand eines selbstgewählten Beispiels den Aufbau eines Arguments

  • Satz 1: Behauptung/These (mit pol. Urteilskriterium)
  • Satz 2: Begründung/Erklärung bzw. inhaltliche Verdeutlichung der Problematik
  • Satz 3: Verdeutlichung mit Hilfe eines Beispiels sowie Bezug zum Text
  • Satz 4: Folge/Rückbezug zur Ausgangsfrage: Warum ist das denn ein Risiko für die Demokratie?
  • Fehlende Kontrolle von Informationen führt zu … Das wiederum beeinflusst … Dies kann pol. Partizipation beeinflussen/Wahlen beeinflussen …


M
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