Arzneimittel-Basics
Wirkung& Pharmakologie
Arzneimittelform und Applikation
Ernährungssonde und Medikamentengabe darüber
Sicherheit und Spezialwissen
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Was versteht man unter einem Arzneimittel?

Stoffe/Zubereitungen, die u. a. zur Heilung, Linderung, Verhütung oder Erkennung von Krankheiten bestimmt sind.

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Was ist eine erwünschte Wirkung?

Der beabsichtigte Effekt eines Arzneimittels, z. B. Schmerzlinderung.

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Nenne 3 feste Arzneimittelformen

z. B. Pulver, Granulat, Tablette, Schmelztablette, Brausetablette, Kapsel

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Welche zwei grundsätzlichen Zugangsarten von Ernährungssonden werden unterschieden?

nasal und perkutan

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Was ist ein Placebo?

Ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff, das einem echten Arzneimittel ähnelt.

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Welche 3 Ziele verfolgt das Arzneimittelgesetz hinsichtlich Arzneimitteln?

Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

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Was ist eine Nebenwirkung?

Wirkungen jenseits der erwünschten Hauptwirkung.

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Was ist der Unterschied zwischen lokaler und systemischer Arzneimitteltherapie?

Lokal = Wirkung örtlich begrenzt; systemisch = Arzneimittel gelangt in die Blutbahn und wirkt im gesamten Organismus.

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Welchen ungefähren pH-Wert hat der Magen?

ca. pH 1–2.

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Welche vier Gruppen werden hinsichtlich der Zugänglichkeit von Arzneimitteln genannt?

frei zugängliche, apothekenpflichtige, verschreibungspflichtige Arzneimittel und Betäubungsmittel.

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Was ist der Unterschied zwischen Wirkstoff und Hilfsstoff?

Wirkstoff = pharmakologisch wirksamer Bestandteil; Hilfsstoff = Stoff ohne nennenswerte Eigenwirkung, z. B. Stärke oder Vaseline.

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Erkläre den Unterschied zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik.

Pharmakokinetik = „Was macht der Körper mit dem Wirkstoff?“; Pharmakodynamik = „Was macht der Wirkstoff mit dem Körper?“.

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Was zeichnet eine Retardtablette aus?

Verzögerte Wirkstofffreisetzung; die Wirkung setzt verzögert ein und hält länger an.

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Warum müssen Medikamente über eine Sonde getrennt voneinander verabreicht werden?

Um die Arzneimittel getrennt zu applizieren und Wechselwirkungen zu berücksichtigen; zwischen den Medikamenten wird gespült.

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Was ist der Unterschied zwischen Placebo- und Nocebo-Effekt?

Placebo-Effekt = erwünschte Wirkung; Nocebo-Effekt = unerwünschte Wirkung.

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Was ist der Unterschied zwischen Arzneirezeptur und Fertigarzneimittel?

Arzneirezepturen werden personenbezogen in der Apotheke hergestellt; Fertigarzneimittel werden industriell in Chargen produziert.

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Nenne die vier zentralen Vorgänge der Pharmakokinetik.

Resorption, Verteilung/Distribution, Biotransformation und Elimination.

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Von welchen Faktoren hängt die Wahl der Applikationsform ab?

u. a. Art/Resorptionsfähigkeit des Wirkstoffs, gewünschter Wirkort, Wirkungseintritt, Wirkdauer sowie Zustand und Wunsch des Patienten.

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Warum besteht bei einer kleinlumigen Sonde von 5–9 CH besondere Vorsicht?

Kleinlumige Sonden haben ein erhöhtes Okklusions-/Verstopfungsrisiko.

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Was versteht man unter einer Wechselwirkung, und welche zwei Auswirkungen auf die Arzneimittelwirkung sind möglich?

Gleichzeitige Einnahme verschiedener Medikamente kann zu Interaktionen und dadurch zu Wirkungsabschwächung oder Wirkungsverstärkung führen; auch Nahrungsmittel können beteiligt sein.

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Erkläre die Begriffe Minimal-/Schwellendosis, Maximaldosis und therapeutische Breite.

Schwellendosis/Minimaldosis = untere wirksame Dosis; Maximaldosis = obere Dosisgrenze; therapeutische Breite = Bereich zwischen wirksamer und problematisch/toxisch werdender Dosierung.

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Erkläre den Weg eines Arzneimittels von der Applikation bis zur Ausscheidung.

Applikation → Zerfall/Freisetzung → Resorption → Verteilung → Biotransformation → Ausscheidung/Exkretion.

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Warum dürfen magensaftresistente Arzneiformen nicht ohne Weiteres zerkleinert werden?

Der Überzug kann z. B. dem Schutz vor Magensäure bzw. einer gezielten Wirkstofffreisetzung dienen; durch Zerkleinern kann diese Funktion verloren gehen.

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Nenne mindestens 4 Grundregeln, die bei der Medikamentengabe über eine Ernährungssonde eingehalten werden müssen.

Medikamente getrennt zerkleinern/auflösen/verdünnen und verabreichen; Teilbarkeit prüfen; Sonde vor der Gabe und zwischen Medikamenten mit Wasser spülen; nicht mit Sondennahrung vermischen; Wechselwirkungen mit Ernährung beachten; erst unmittelbar vor der Gabe zerkleinern/auflösen.

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Ein Patient erhält mehrere Medikamente über eine Ernährungssonde. Beschreibe, wie du vorgehst, um Wechselwirkungen und eine Sondenverstopfung möglichst zu vermeiden.

Medikamente einzeln vorbereiten und geben, Sonde vor und zwischen den Medikamenten spülen, nicht mit Sondennahrung mischen, Wechselwirkungen beachten und besonders bei kleinen Sonden sorgfältig zerkleinern/auflösen/nachspülen.

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