Was ist die Besonderheit von vinkulierten Namensaktien?
Der Verkauf ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich.
Welche Formen der Kapitalerhöhung gibt es?
- Ordentliche Kapitalerhöhung
- Bedingte Kapitalerhöhung
- Genehmigte Kapitalerhöhung
- Kapitalerhöhung aus Geschäftsmitteln
Wie hoch ist der Nennbetrag von Kleinaktien?
Kleinaktie haben einen Nennwertbetrag zwischen 1€ und 4999€
Wie definiert die Deutsche Börse Familienunternehmen?
Per Definition der Deutschen Börse zeichnen sich Familienunternehmen durch zwei wesentliche Merkmale aus:
- Besitz der Gründerfamilie von mind. 25% des gesamten Aktienkapitals (Klassischer Familienbesitz)
oder
- Ein Mitglied der Gründerfamilie im Vorstand oder Aufsichtsrat und die Gründerfamilie hält mindestens 5% des gesamten Aktienkapitals (Familienmanagement)
Welche Rechte hat ein Aktionär?
Recht auf Mitbestimmung:
-Bestellen der Mitglieder des Aufsichtsrates
- Verwendung des Bilanzgewinns
- Entlastung des Vorstand und Aufsichtsrat
- Änderung der Satzung u.a.
Recht auf Auskunft
Recht auf Bezug junger Aktien
Recht auf Übertragung der Aktien
Recht auf Anteil am Liquidationserlös
Was sind Vorratsaktien?
Vorratsaktien (auch Verwaltungs- oder Verwertungsaktien genannt)
sind Aktien die über den benötigten Kapitalbedarf der AG geschaffen wurden und von einem Treuhänder verwaltet werden. (Der Treuhänder hat keine Rechte aus den Aktien)
Wann darf eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln nicht durchgeführt werden?
Eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit des anwesenden Grundkapitals.
Weist die zugrunde gelegte Bilanz einen Verlust, Verlustvortrag oder einen anderen entsprechenden Gegenposten zum Eigenkapital aus dürfen Rücklagen nicht umgewandelt werden.
Wie hoch in der Nennbetrag von Großaktien?
Großaktien haben einen Nennbetrag von 5000€ oder mehr.
Nenne je 3 Vor- und Nachteile von Familien-AGs bzw. Familienunternehmen
Vorteile:
-Es existieren eine sehr große Zahl von Familienunternehmen
-Kontinuität und Langfristigkeit in den Entscheidungen
-Familienunternehmen sind oft effizientere Manager und weniger gewinnorientierte Aktionäre
-Familienunternehmen sind vorsichtiger und können sich vom kurzfristigen Denken der Börsen lösen
-In Krisenzeiten schlagen sich eigentümergeführte Familiengesellschaften oft besser als managementgeführte Gesellschaften
-Führungsethik, Führungskontinuität sind oft besser,
-Es bestehen oft flache Hierachien und kurze Entscheidungswege
-Bereitschaft, finanziell selbst zugunsten des Familienunternehmens zurückzustecken
-Oft hohe Eigenkapitalquote, niedrige Verschuldung
-Gefahr einer feindlichen Übernahme ist gering
-Die Familienmitglieder sind interessiert dass langfristiger wirtschaftlicher Erfolg eintritt
- Familiengeprägte Unternehmen sind oft an Nachhaltigkeit interessiert und investieren mehr in Forschung und Entwicklung
- Der Zugang zum Aktienmarkt sorgt dafür dass vernünftige Renditeerwartungen auch erfüllt werden
-Oft höheres Wachstum
Nachteile:
-Keine Trennung Geschäft und Privat
-Familie bedeutet auch immer Emotionen, deshalb gewisse Risiken für fremde Anleger
-Manchmal undurchsichtige Personalentscheidungen
-Keine frühe Nachfolgeplanung
-Probleme bei Familienstreitigkeiten bis hin zu Erbstreitigkeiten
-Kritikfähigkeit und Selbstkontrolle kann fehlen
-Keine regelmäßige Kommunikation und mangelhafter Informationsaustausch zwischen den Familienmitgliedern
-Keine Trennung der Aufgabenbereiche zwischen den tätigen Familienmitgliedern
-Probleme bei der Einbindung passiver Familienteilhaber/-aktionären
-Streit um Gewinnthesaurierung vs. Ausschüttung
-Familie trägt ein sehr hohes Kapitalrisiko
Welche Pflichten hat ein Aktionär?
-Einlage bei Gründung leisten
-Bei Kauf an der Börse den Börsenkurs bezahlen
-Haftung nur mit Aktiennennbetrag
Was sind echte Gratisaktien
Echte Gratisaktien sind Aktien die von der AG an Dritte (z.B. Vorstandsmitglieder) verschenkt werden.
Wann darf eine bedingte Kapitalerhöhung durchgeführt werden?
Die bedingte Kapitalerhöhung ist zweckgebunden.
Sie darf nur in den folgenden Fällen durchgeführt werden:
- Gewährung von Umtausch- oder Bezugsrechten auf Aktien bei der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen.
- Gewährung eines Umtausch- oder Bezugsrechtes zu Vorbereitung von Fusionen.
- Gewährung von Bezugsrechten an Arbeitnehmer der Gesellschaft für den Erwerb von Belegschaftsaktien.
Wie hoch muss das Grundkapital einer AG mindestens sein?
Das Grundkapital beträgt gem. §7 AktG mindestens 50.000€
Was sind Vorzugsaktien?
Vorzugsaktien fehlt meisten im Gegenzug zu Stammaktien - das Stimmrecht.
Dieser Mangel wird durch andere Vorzüge ausgeglichen.
Beispielsweise durch eine höhere Dividende
Was ist das Bezugsrecht und wie viel Zeit muss für die Ausübung des Bezugsrechts mindestens gewährt werden?
Das Bezugsrecht soll bei einer ordentlichen oder genehmigten Kapitalerhöhung gewährleisten das die Aktionäre keine Stimmrechts- oder Vermögensnachteile haben
Für die Ausübung des Bezugsrechts muss eine Frist von mindestens 2 Wochen gewährt werden
Was sind unechte Gratisaktien?
Unechte Gratisaktien (auch Zusatzaktien oder Berichtigungsaktien genannt)
sind Aktien die bei einer Kapitalerhöhung entstehen.
Die Aktionäre bekommen hier nichts Geschenkt da der Gesamtwert der Aktien des Aktionärs sich nicht verändert.
Wie muss das Abstimmungsergebnis auf der Hauptversammlung aussehen damit eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden darf
Für eine Kapitalerhöhung bedarf es einer Dreiviertelmehrheit auf der Hauptversammlung.
Wie müssen Eigene Aktien im Besitz der Gesellschaft ausgewiesen werden?
Sofern eigene Aktien im Besitz der Gesellschaft sind, müssen sie auf der Passivseite vom gekennzeichneten Kapital abgesetzt werden.
Wann werden Vorzugsaktien ausgegeben?
Die Ausgabe von Vorzugsaktien erfolgt wenn eine Erhöhung des Aktienkapitals erforderlich ist aber der Börsenkurs unter dem Nennwert liegt so das die Erhöhung mit Stammaktien nicht durchführbar ist
- In diesem Fall ist ein Verkauf der jungen Aktien zum Nennwert nur möglich wenn gleichzeitig die Aktien mit einem Vorzug ausgestattet werden.
Ein anderes Beispiel ist folgendes:
Wenn die bisherigen Aktionäre das benötigte Kapital nicht aufbringen können oder wollen stimmen
-Sie der Kapitalerhöhung dann nur zu wenn die neuen Aktien kein Stimmrecht besitzen und sich die Machtverhältnisse nicht ändern
Was versteht man unter Selbstemission und welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus?
Selbstemission ist wenn die Gesellschaft den Verkauf der Aktien selbst übernimmt oder einer Bank in Kommission übergibt.
Für den Verkauf der Aktien in Selbstemission wird ein entsprechendes Vertriebsnetz benötigt
Vorteile: Es fällt keine Vermittlungsprovision an
Nachteile: Das Kapital der Aktien steht erst zur Verfügung wenn man einen Käufer dafür gefunden hat.
Wann dürfen eigene Aktien gekauft werden? (mindestens 3 Gründe)
Eigene Aktien dürfen in der Regel nicht erworben werden.
Ausnahmen wann sie doch erworben werden dürfen sind wenn:
- ein schwerer Schaden von der Gesellschaft abzuwenden ist.
- die Aktien den Arbeitnehmern der AG zum Kauf angeboten werden sollen.
- die Aktien zur Abfindung von Minderheitsaktionären vorgesehen sind.
- der Erwerb durch Gesamtrechtsnachfolge eintritt.
- das Grundkapital zwecks Sanierung herabzusetzen ist.
Die Firma Kredithai AG führt eine Bedingte Kapitalerhöhung durch.
Das alte Grundkapital beträgt 100 Mio. € und soll um 30 Mio.€ werden.
Der Kurs nennwertloser Aktien Beträgt 50€
Der Preis der jungen Aktien soll 10€ betragen
Willi Wamuz hat 7 alte Aktien und möchte sein Bezugsrecht wahrnehmen.
Wie hoch ist das Bezugsrecht in diesem Fall?
Fehler
Bei einer Bedingten Kapitalerhöhung haben die Aktionäre kein Recht auf neue Aktien stattdessen räumt die Gesellschaft den Altaktionären Bezugsrechte bei der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen und Optionsanleihen ein.
Das Bezugsrecht würde aber 9,23€ betragen wenn es eine ordentliche oder eine genehmigte Kapitalerhöhung wäre
Wie hoch ist die Mindesteinzahlung bei Namenspapieren?
Der Betrag der Mindesteinzahlung beträgt 25% des Nennbetrages
Welche Besonderheit besteht bei Familiengesellschaften mit weniger als 500 Arbeitnehmern?
Bei Familiengesellschaften mit weniger als 500 Arbeitnehmern besteht keine Verpflichtung zur Drittelbeteiligung von Arbeitnehmern im Aufsichtsrat.
Was versteht man unter Fremdemission und welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus?
Bei der Fremdemission wird der Verkauf der Aktien an die Bank abgegeben.
Die Fremdemission ist in Deutschland die häufigste Art.
Vorteile: Die Gesellschaft kann sofort über den Gegenwert der Aktien Verfügen
Nachteil: Es fällt eine Vermittlungsprovision an