Die Soziale Frage
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Was bezeichnet die „Soziale Frage“ im 19. Jahrhundert am treffendsten?

Die durch die Industrialisierung entstandenen Notlagen der Arbeiterfamilien

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Welche Aussage zu den damaligen Arbeitszeiten ist richtig?

Die Arbeiter schuften 12 bis 14 Stunden am Tag und hatten kaum Pausen.

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Wie nannte man die neu entstandene Arbeiterklasse, die keinen eigenen Besitz an Produktionsmitteln hatte?

Proletariat

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In welchen Organisationen schlossen sich die Arbeiter zusammen, um gemeinsam gegen die schlechten Bedingungen zu kämpfen?

In Gewerkschaften.

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Wenn man die städtische Entwicklung im 19. Jahrhundert betrachtet: Was passierte mit Orten, die mehr als 30.000 Einwohner hatten?

Es gab eine starke Zunahme; die großen Städte wuchsen deutlich an.

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Erkläre, warum die „Soziale Frage“ sowohl die Wohn- als auch die Arbeitsbedingungen umfasst!


Niedrige Löhne in den Fabriken führten direkt zu engen Wohnungen und schlechter Hygiene zu Hause. Das eine bedingte das andere.

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Warum war Kinderarbeit im 19. Jahrhundert so stark verbreitet?

Weil der Familienlohn ohne die Mithilfe der Kinder sonst einfach nicht zum Überleben reichte.

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Welcher Begriff beschreibt die starke Abwanderung der Bevölkerung vom Land in die Stadt?

Landflucht

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Durch welche zwei Mittel verbesserten die Gewerkschaften die Lage der Arbeiter?

Durch Streiks und Tarifverhandlungen (bzw. Tarifverträge).

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Betrachte das Fallbeispiel: Familie H. (7 Personen) lebt auf nur 24 Quadratmetern. Nenne das dringendste Problem dieser Wohnsituation!

Extreme Überbelegung, Wohnungsnot und mangelnde Hygiene.

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Welche zwei Faktoren trugen massiv zur Wohnungsnot in den Städten bei?

Landflucht bzw. Bevölkerungswachstum und niedrige Löhne bei gleichzeitig hohen Mieten.

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Nenne drei typische Missstände im Arbeitsalltag von Fabrikarbeitern!

Lange Arbeitszeiten, geringe Löhne, hohe Unfallgefahr und keine Absicherung.

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Wer oder was verbirgt sich hinter dem Begriff „Bourgeoisie“?

Die Unternehmerklasse bzw. die Kapitalbesi

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Welche Maßnahme sorgte dafür, dass Kinder schrittweise aus den Fabriken geholt wurden?

Die Schulpflicht.

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Im Fallbeispiel müssen beide Eltern 12–14 Stunden arbeiten und zwei Kinder in die Spinnerei schicken. Was ist die Ursache für die Kinderarbeit?

Große Armut; der Lohn der Eltern reicht allein nicht zum Überleben.

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Wer profitierte am stärksten von der Industrialisierung?

Die Unternehmer bzw. die Bourgeoisie

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Richtig oder Falsch? „Die Löhne der Arbeiter reichten im 19. Jahrhundert oft nicht einmal für Grundnahrungsmittel.“

Richtig. Die Löhne waren extrem niedrig und oft nicht existenzsichernd.

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Wie hießen die engen, dicht bewohnten Gebäude, in denen viele Arbeiterfamilien während der Urbanisierung lebten?

Mietskasernen

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Welche staatliche Versicherung schuf im Jahr 1883 erstmals eine gesetzliche Absicherung für den Krankheitsfall?

Die Krankenversicherung.

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Nenne eine kurzfristige und eine langfristige Lösung für eine Familie in solch einer Notlage!

Kurzfristig helfen direkte Finanzhilfen oder Lohnerhöhungen; langfristig helfen staatliche Sozialgesetze und die Schulpflicht.

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Ein Mitschüler behauptet, dass es heute in Deutschland durch Gesetze und Versicherungen überhaupt keine sozialen Probleme mehr im Arbeitsleben gibt. Stimmt das? Warum ist die Aussage falsch?

Sie ist falsch, weil auch heute noch soziale Probleme wie prekäre Arbeit oder Altersarmut existieren.

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Was waren die sogenannten „Fabrikordnungen“ und wie wirkten sie sich aus?

Sie regelten die Disziplin und die Zeiten in den Fabriken, boten den Arbeitern selbst aber kaum Schutz.

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Was versteht man unter der sogenannten „Werksfürsorge“?

Freiwillige und begrenzte Maßnahmen einzelner Firmen, wie zum Beispiel der Bau von Werkswohnungen oder Kantinen.

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Richtig oder Falsch? „Im 19. Jahrhundert gab es bereits eine gesetzliche Rentenversicherung für alle Bürger.“

Falsch. Die Rentenversicherung wurde zwar unter Bismarck eingeführt, galt damals aber nicht „für alle“.

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Welche Maßnahme war am Ende des 19. Jahrhunderts am wirksamsten, um die Soziale Frage dauerhaft zu entschärfen: Werksfürsorge, Gewerkschaften oder Sozialgesetze?

Die staatlichen Sozialgesetze, weil sie im Gegensatz zur Werksfürsorge für alle Betriebe gesetzlich verbindlich waren und eine breite Absicherung boten.

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