Erkläre den typischen Verlauf einer Angebotskurve in einem Preis-Mengen-Diagramm. Weshalb steigt die angebotene Menge normalerweise mit zunehmendem Preis?
Die Angebotskurve verläuft normalerweise von links unten nach rechts oben.
Höhere Preise ermöglichen höhere Erlöse und machen zusätzliche Produktion rentabel.
Erläutere das Gesetz der Nachfrage und begründe, weshalb die Nachfragekurve in einem Preis-Mengen-Diagramm normalerweise von links oben nach rechts unten verläuft.
Das Gesetz der Nachfrage besagt: Steigt der Preis eines Gutes, sinkt normalerweise die nachgefragte Menge. Denn bei höheren Preisen können oder wollen sich Verbraucher häufig weniger Einheiten leisten. Verbraucher weichen gegebenenfalls auf günstigere Ersatzprodukte aus.
Erkläre, was man unter dem Marktgleichgewicht versteht und wie sich Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge im Preis-Mengen-Diagramm bestimmen lassen.
Ein Marktgleichgewicht liegt vor, wenn die angebotene Menge genau der nachgefragten Menge entspricht.
Gleichgewichtsbedingung: qA=qN
Grafisch liegt das Gleichgewicht am Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve.
Die Angebotsfunktion lautet qA=-20+4p. Berechne die angebotenen Mengen bei Preisen von 10 € und 20 €.
p = 10 € --> q = 20 ME
p = 20 € --> q = 60 ME
Die Nachfragefunktion lautet qN=180-6p. Berechne die nachgefragte Menge bei einem Preis von 10 € und 20 € sowie den Prohibitivpreis.
p = 10 € --> q = 120 ME
p = 20 € --> q = 60 ME
Prohibitivpreis: 30 €
Auf einem Markt gelten die Funktionen qN=140-4p und qA=20+2p. Berechne den Gleichgewichtspreis und die Gleichgewichtsmenge.
pGG = 20 GE
qGG = 60 ME
Auf dem Weizenmarkt steigt der Marktpreis für Weizen. Gleichzeitig verteuern sich Düngemittel erheblich. Unterscheide die Auswirkungen beider Ereignisse auf die Angebotskurve.
Steigender Weizenpreis: Bewegung entlang der Angebotskurve
Steigende Düngemittelpreise: Die Produktionskosten steigen. Die gesamte Angebotskurve verschiebt sich nach links.
Das Einkommen der Verbraucher steigt um 8 %. Gleichzeitig sinkt die nachgefragte Menge eines bestimmten Gutes um 12 %. Berechne die Einkommenselastizität der Nachfrage und ordne das Gut einer Güterart zu.
E = -1,5 --> inferiores Gut
Erkläre den Unterschied zwischen einer preiselastischen, einer preisunelastischen und einer vollkommen preisunelastischen Nachfrage.
Preiselastische Nachfrage: E>1. Die nachgefragte Menge reagiert prozentual stärker als der Preis.
Preisunelastische Nachfrage: E<1. Die nachgefragte Menge reagiert prozentual schwächer als der Preis.
Vollkommen preisunelastische Nachfrage: E=0. Die nachgefragte Menge bleibt bei Preisänderungen unverändert.
Ein Unternehmen erhöht bei einem Preisanstieg von 10 € auf 12 € seine angebotene Menge von 100 auf 130 Stück. Berechne die Preiselastizität des Angebots und interpretiere das Ergebnis.
E = 1,5 --> preiselastisch
Der Preis von Gut B steigt um 12 %. Daraufhin erhöht sich die nachgefragte Menge von Gut A um 18 %. Berechne die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage, interpretiere das Vorzeichen und erläutere die Auswirkungen auf die Nachfragekurve von Gut A.
E = 1,5 --> Substitutionsgüter
Folge: Verschiebung NF-Kurve nach rechts
Die Marktfunktionen lauten qN=180-4p und qA=20+4p. Untersuche die Marktsituation bei Preisen von 15 € und 25 €. Berechne jeweils den Angebots- oder Nachfrageüberhang und erläutere den zu erwartenden Preisdruck.
15 €:
qN = 120 ME
qA = 80 ME
--> Nachfrageüberhang: 40 ME
25 €:
qN = 80 ME
qA = 120 ME
--> Angebotsüberhang: 40 ME
Für einen Mietwohnungsmarkt gelten die Funktionen qN=140-4p und qA=20+2p. Der Staat schreibt einen Höchstpreis von 15 € vor. Berechne den Gleichgewichtspreis ohne Eingriff sowie die angebotene und nachgefragte Menge beim Höchstpreis. Erkläre die Folge.
pGG = 20 €
qN = 80 ME
qA = 50 ME
Nachfrageüberhang: 30 ME
Auf einem Markt gelten zunächst qN=160-4p und qA=20+3p. Durch einen Nachfrageanstieg verändert sich die Nachfragefunktion zu qN1=188-4p. Berechne das alte und das neue Marktgleichgewicht und interpretiere die Veränderungen.
p1 = 20 GE
q1 = 80 ME
p2 = 24 GE
q2 = 92 ME
Der Gleichgewichtspreis steigt um 4 GE und die Gleichgewichtsmenge um 12 ME. Ursache ist die Rechtsverschiebung der Nachfragekurve bei unverändertem Angebot.
Auf einem Wettbewerbsmarkt steigen durch eine höhere Bevölkerungszahl die Nachfrage und durch technischen Fortschritt gleichzeitig das Angebot. Analysiere, wie sich Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge verändern. Welche Veränderung lässt sich eindeutig vorhersagen und welche nicht? Begründe.
Nachfrageanstieg: Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts --> höherer Preis und höhere Menge
Angebotsanstieg: Angebotskurve verschiebt sich nach rechts --> niedrigeren Preis und höhere Menge
Eindeutiges Ergebnis: Die Gleichgewichtsmenge steigt
Nicht eindeutiges Ergebnis: Der Gleichgewichtspreis kann steigen, sinken oder unverändert bleiben