Wahr oder Falsch (+ Begründung):
Ich sollte den Pflegeempfänger vor einer Operation immer rasieren.
Falsch.
Der Chirurg muss von Fall zu Fall entscheiden, ob diese notwendig ist oder nicht, da es dadurch zu Mikroverletzungen der Haut kommen kann und die Infektionsgefahr dadurch steigt.
Sie sind für die Versorgung von Herrn Hinwält zuständig. Dieser wurde gestern operiert und muss nun für mindestens 4 Tage eine Drainage haben. Leider hat sich Herr Hinwält eine Pneumonie zugezogen und erhält Antibiotika. Nach welchen 6 Regeln, halten Sie das Medikamentenmanagement möglichst sicher?
Nennen Sie alle.
Die 6 - R- Regel
1. Richtiges Medikament
2. Richtige Dosierung
3. Richtige Applikationsart
4. Richtige Zeit
6. Richtige Dokumentation
Was ist der Unterschied zwischen Punktionen und Biopsien?
Punktion ist das Einstechen einer Kanüle in ein Blutgefäß, Organ, Hohlraum (abgezogene Flüssigkeit= Punktat)
Bei einer Biopsie wird Gewebe entnommen, um es histologisch zu untersuchen.
Mit der Aufnahme des Pflegeempfängers beginnt auch Ihre pflegerische Arbeit. Wichtig hierbei, um den Pflegebedarf zu ermitteln, ist der Pflegeprozess nach Fiechter und Meier. Wie lautet der in seiner sinnvollen Reihenfolge?
1. Informationen sammeln (Anamnese)
2. Pflegediagnosen stellen
3. Pflegeziele festlegen
4. Pflegemaßnahmen planen
5. Pflegemaßnahmen durchführen
6. Pflegemaßnahmen evaluieren
Benennen Sie die zwei geschwärzten Begriffe.

Warum soll der Patient präoperativ NICHT eingecremt werden?
Die Creme erschwert eine ordentliche Desinfektion und die OP-Abdecktücher haften schwerer.
Nennen Sie ALLE Beurteilungskriterien zur Beurteilung einer Drainage.
-Aussehen
- Menge
- Geruch
- Konsistenz
Was ist eine Lumbalpunktion?
Diese Punktion wird durchgeführt, um eine Probe der Gehirn- Rückenmarks-Flüssigkeit zu entnehmen.
Sie wollen den Blutdruck bei Ihrem PE messen. Welche zwei (2) Fehler können Sie dabei machen, und welche Folgen hätten diese?
1. Falsche Manschettengröße: Eine zu kleine oder zu große Manschette kann den Blutdruck höher oder niedriger erscheinen lassen.
2. Manschette nicht auf Herzhöhe: Kann zu ungenauen Messwerten führen. Zu hoch = niedrigere Werte; zu tief = höhere Werte.
4. Fehlende Ruhezeit vor der Messung: Blutdruck kann höher ausfallen.
5. Messen nach dem Essen, Kaffee, Rauchen: Blutdruck kann kurzfristig erhöht werden.
6. Zu schnelles Ablassen der Luft: Korotokoff Töne werden nicht präzise wahrgenommen
7. Zu starkes Aufpumpen: Falsche hohe Messwerte
8. Zu geringes Aufpumpen: Blutdruck wird meist zu niedrig gemessen , da der Manschettendruck den tatsächlichen Blutdruck nicht erfassen kann
Der Pflegeempfänger Herr Cage kommt postoperativ zu Ihnen auf Station zurück. Er hat eine Koronarangiographie bekommen (rechte Femoralisarterie).
Worauf achten Sie pflegerisch bei der Versorgung von Herrn Cage?
- Vitalzeichenkontrolle
- DMS
- Druckverband
- Schmerzkontrolle
- Dokumentation (u.a. wie lange muss der Druckverband noch verweilen?)
Nennen Sie 3 pflegerische Aufgaben, die Sie postoperativ beachten müssen.
- Vitalzeichen Kontrolle
- Schmerzerfassung
- Bewusstseinskontrolle
- DMS-Kontrolle usw.
Nennen Sie zwei (2) mögliche Komplikationen, die bei liegenden Drainagen auftreten können.
- Infektionen
- Dislokation
- Dekubitusgefahr
- Bewegungseinschränkung (erhöhtes Pneumonie-& Thromboserisiko)
- Schmerzen
- Arrosion (Gewebsverwachsungen)
Worauf müssen Sie pflegerisch (allgemein betrachtet) bei der Punktionsstelle achten, machen Sie zwei Angaben?
-Blutungen (regelmäßige Überprüfung)
- Infektionszeichen
- Schmerz (zunehmende Schmerzen können auf Komplikationen hinweisen)
- Wundheilung
Sie betreuen postoperativ Frau Fallie. Sie gibt ihnen Schmerzen von NRS=5 an. Sie erhält daraufhin 1g Novalgin intravenös. Schmerzmedikamente lassen sich nach dem WHO-Stufenschema einordnen. Wie lauten die Stufen und wo würden Sie dieses Medikament einordnen?
Einstufung: Stufe 1

Welche zwei (2) verschiedenen Arten von Klappen hat das menschliche Herz?
Segelklappe (Trikuspidalklappe; Mitralklappe)
Taschenklappen (Pulmonalklappen; Aortenklappen)
Beschreiben Sie kurz, wie Sie einen Patienten, der zum ersten Mal mobilisiert werden darf, mobilisieren würden.
- Könnten Schmerzen auftreten, auf die ich vorher reagieren sollte?
- Ist der PE soweit beschwerdefrei?
- Vitalzeichen vor der Mobilisierung kontrollieren
- aktive Bewegungsübungen im Bett vor der eigentlichen Mobilisation
- Schritt für Schritt Mobilisierung
- dabei auf Kreislauf und Wohlbefinden achten
- Vorsicht vor zu schnellem Aufstehen
Welches Risiko liegt bei einer solchen Drainage vor?
Wie lautet diese Drainageart?

Erhöhtes Risiko für Infektionen und Hautmazerationen.
Offene Drainage (Penrose-Drainage)
Warum spielt die Biopsie im onkologischen Bereich eine wichtige Rolle?
- Diagnosestellung (Tumotyp)
- Bestimmung der Tumorart (gutartig, bösartig)
- Behandlungsplanung (liefert Ergebnisse u.a. über die Aggressivität)
- Überwachung des Therapieerfolgs
Die postoperative Pflege beinhaltet auch, dass die Versorgung zuhause sichergestellt werden muss. Ihr Pflegeempfänger wird nun morgen entlassen und fragt Sie, wie er an bestimmte Medikamente drankommen kann. Sei es Magnesium, Schmerzmedikamente (Ibuprofen 400mg) oder stärkere Schmerzmedikamente (Ibuprofen 800mg).
Wie sieht es mit der Zugänglichkeit dieser Medikamente aus?
Freiverkäufliche Medikamente: Können ohne Rezept und ohne Aufklärung durch einen Apotheker gekauft werden, da sie schwach wirksam sind.
Apothekenpflichtig: Diese können ohne Rezept, aber nur in einer Apotheke gekauft werden, da diese bekannte Nebenwirkungen haben und man eventuell aufgeklärt werden muss.
Rezeptpflichtig: Diese Medikamente benötigen eine ärztliche Verschreibung und erhalten oft große Mengen an starken Wirkstoffen. Sie erfordern ärztliche Überwachung und Beratung.
Das Herz hat unterschiedliche Herzphasen, die es durchläuft. Nennen Sie diese.
Der Herzzyklus besteht aus einer rhythmischen Abfolge von Systole (Kontraktion) und Diastole (Entspannung):
Systole:
Anspannungsphase: Die Ventrikel kontrahieren sich; der Druckanstieg führt zu einem Verschluss der Segelklappen.
Austreibungsphase: Die Taschenklappen öffnen sich und das Herz pumpt Blut in die Aorta (linker Ventrikel) bzw. in die A. pulmonalis (rechter Ventrikel).
Diastole:
Entspannungsphase: Die Ventrikelkontraktion lässt nach und die Taschenklappen schließen sich.
Füllungsphase: Die Segelklappen öffnen sich und Blut strömt aus den Vorhöfen in die Kammern.
Sie wollen gemeinsam mit ihrem Kollegen einen PE vom Aufwachraum übernehmen. Worauf achten Sie, bevor Sie den PE mit auf Station nehmen?
- Vitalzeichen zuletzt stabil?
- Patient wach und ansprechbar?
- Übergabe vom OP-Team erhalten mit allen Besonderheiten (!!!)
RR: 70/45
Puls: 150 bpm
Zudem befindet sich mehr Flüssigkeit in der Drainage als vor einer halbe Stunde. Die Flüssigkeit ist hellrot.
Wie schätzen Sie die Situation ein?
Nennen Sie zwei Sofortmaßnahmen.
Hypotonie+Tachykardie+Hellrote Flüssigkeit --> Möglicher Hinweis auf eine aktive Blutung.
Maßnahmen:
- Monitoring (kontinuierliches Messen der VZ)
- Alarm auslösen und sofort medizinisches Notfallteam hinzuziehen + Stationsarzt informieren
- Flüssigkeitszufuhr: Infusionslösungen zur Volumentherapie vorbereiten
- Sauerstoffmessung
- PE-Management
Sie versorgen einen PE, der gestern aufgrund von diagnostischen Gründen eine Lumbalpunktion erhalten hat. Nun bemerken Sie pflegerisch, dass dieser seitdem Schwierigkeiten hat, aufzustehen (aufgrund der starken Schmerzen), sei es für die Körperpflege (auch Aspekte wie Zähneputzen fallen ihm schwer) oder auch für die Ausscheidung.
Nennen Sie eine Prophylaxe, die relevant sein kann (warum) + einer passenden pflegerischen Maßnahme.
Kann die Lumbalpunktion dafür verantwortlich sein?
Thromboseprophylaxe: Da der PE aufgrund der starken Schmerzen immobilisiert ist, ist das Risiko für die Entwicklung einer Thrombose erhöht. Pflegerische Aufgabe: Beinübungen im Bett, adäquates Schmerzmanagement organisieren (evtl. nichtmedikamentöse Maßnahmen)
Lumbalpunktion: Ja, diese kann dafür verantwortlich sein. Nach dieser können PE häufig Kopfschmerzen & Rückenschmerzen entwickeln (Durch Verlust von Liquor). Und diese Schmerzen können so stark sein, dass sie Mobilität beeinträchtigt ist.
Sie wollen Frau Artist zur Operation vorbereiten. Sie betreten den Raum und sehen, dass sie einen sehr roten Kopf hat und stark schwitzt. Sie hat auch sehr starke Kopfschmerzen.
Worauf kann das hindeuten?
Welche Maßnahmen (2) ergreifen Sie sofort?
Würden Sie Frau Artist noch in den OP schieben?
Sie zeigt Symptome einer hypertensiven Krise.
1. Blutdruck sofort messen, um die aktuelle Situation beurteilen zu können.
2. Medizinische Hilfe rufen (Notruf absetzen)
3. Medikamenteneinnahme kontrollieren. Eventuelle Bedarfsmedikation bereit halten.
Erklären Sie das Herz- Kreislauf - System.
Beginnend mit der Vena Cava.
