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Social Media

„Social Media“, auch soziale Medien genannt, bezeichnen digitale Medien und Technologien, die es den Nutzern ermöglichen, sich untereinander in einem Netz, z. B. im Internet, auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen und weiterzuleiten. (Gabriel & Röhrs, 2017, S. 12)

Kategorien: 

Kollektivprojekte, Netzwerkplattformen, Instant-Messaging-Dienste, Multimediaplattformen

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Welche Sozialisationsagenten spielen mit Blick auf die Internalisierung von Schönheitsidealen eine Rolle?

Familie (direkt, indirekt)


Social Media

Peers

Lehrkräfte

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Nennt je zwei Chancen und Herausforderungen für den Einsatz von Sozialen Medien im Sportunterricht

nah an der Lebensrealität von SuS

verschiedene, kreative Gestaltungsmöglichkeiten

Berücksichtigung des MKR NRW


Medienkompetenz seitens der SLK notwendig

Inhalte mit idealisierten Körperbildern und Lebensstilen


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"Medien gibt es schon lange - Soziale Medien machen im Bereich von Körperbild und mentaler Gesundheit jetzt auch keinen Unterschied"

Vergleichsprozesse: verstärkende Eigenschaften von SocialMedia

Eigenschaften

•Nutzergenerierter Inhalte (engl. user-generated content)

•Quantifizierbares Feedback & direkte Interaktion (Likes, Kommentare, Teilen)

•Schnelle und globale Reichweite

•Zugänglichkeit

•Multimedialität (Texte, Zahlen, Grafiken, Sprache, Musik, Fotos und Filmen) 

•Aktualität

•Pull-Medium

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Soziale Vergleichstheorie (Social Comparison Theory, Festinger, 1957)

•Menschen haben das Bedürfnis, ihre eigenen Fähigkeiten, Leistungen und Meinungen zu bewerten/einzuschätzen

•Wenn keine objektiven Maßstäbe zur Verfügung stehen, erfolgt die Bewertung über den Vergleich mit anderen

•Vergleich bevorzugt mit Personen, die einem in relevanten Merkmalen ähneln (Alter, Beruf, Umfeld)

Aufwärtsvergleich (upward comparison) = Vergleich mit Menschen, die „besser“ sind

Abwärtsvergleich (downward comparison) = Vergleich mit Menschen, die in dem zu bewertenden Kontext schlechter abschneiden

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Fitspiration

•Fitness + Inspiration = Fitspiration/Fitspo

•Ziel: Motivationssteigerung, durch Sport und einen gesunden Lebensstil, möglichst fit zu werden

•“Inspirierende“ Bilder und Zitate, die betonen, wie wichtig gesunde Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten sind, um die Gesundheit und Fitness zu verbessern

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Welche Risiken/Krisen für die mentale Gesundheit können Athlet:innen im Leistungssport erfahren?

•Depression (& Stimmungsstörungen) hoch bei „Aussortieren“, Verletzungen

•Panik Attacken ca. 10% der Elite Athlet:innen (Gulliver et al., 2015)

•Essstörungen höher als in der Normalpopulation (besonders in ästhetischen Sportarten, Gewichtsklassen oder Ausdauersportarten)

Sexualisierte Gewalt

Emotionaler/physischer Missbrauch

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Welche Auswirkungen kann Bodyshaming im Sportunterricht haben und wie können Lehrkräfte diesen entgegenwirken?

Psychologische Konsequenzen (Puhl & Latner, 2007)

•Geringerer Selbstwert

•Depressive Symptome

•Körperunzufriedenheit

•Weniger soziale Beziehungen


•Interne und externe Anlaufstellen schaffen: Vertrauliche Anlaufstellen für betroffene SuSim Schulsystem (z. B. Schulsozialarbeiter:innen, Vertrauenslehrer:innen) und außerhalb des Schulsystems (u. a. Jugendberatung, Psychotherapeut:innen, Pädagog:innen aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit) bereitstellen

•SuS als Botschafter:innen für Body Respect schulen und einsetzen. 

•Projektwochen mit dem Fokus auf Körper bzw. Bodydiversität

•Medienkompetenz bei den SuS fördern

•Reflexion über Körperbilder, Fitnesstrends und Gesundheit der SuS

•Offene Diskussion (z. B. Respekt, Fairplay, Diskriminierung) zu aktuellen Themen (u. a. Paralympics, Inklusion, Menschenrechte im Sport) im Sportunterricht zulassen.

•Vorfälle besprechen: Abwertende Bemerkungen und Auslachen (Beschämung) im Sport kritisch besprechen.

•Wertschätzung intraindividueller Leistungsverbesserungen (Fokus auf individuelle Fortschritte)

•Vorbildfunktion der Lehrkraft im Hinblick auf ein positives Verhältnis zum eigenen Körper und zur körperlichen Aktivität (Mirbek & Birk, 2024, 123ff.)

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"Das Thema "Social Media, mentale Gesundheit und Körperbild" ist für Sportlehrkräfte nicht relevant"

SLK = Sozialisationsagenten


Sport = Körperzentrierter Raum

Social Media/Medienbildung = Im Medienkompetenzrahmen verankert

etc.

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Tripartite Influence Model of body image and eating disturbance (Thompson et al., 1999)

Sociocultural factors (peers, family, media) -->

Mediators: appearance comparison & internalization of the thin-ideal

--> Body dissatisfaction

--> restrained eating, bulimia, psychological distress

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Social Media Literacy

Media Literacy = knowledge, competences, and skills for life that make it possible toparticipate in today’s society by accessing, analyzing, evaluating, and creatingmessages in different ways and in different media, being the result of media education(Hobbs, 2015)

Ziel von Social Media Literacy:

Prävention von Gesundheitsrisiken (physisch und psychisch) sowie von negativen Konsequenzen, die durch Interaktion entstehen können (Cyberbullying etc.)


Kompetenzen: 

•Kognitive Kompetenzen

•Digitale Informations- und Datenschutzkompetenz

•Technisch-praktische Kompetenzen

•Sozial-emotionale Kompetenzen 


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Welche Faktoren verstärken die negativen Effekte von Social Media Nutzung auf das Körperbild, mentale Gesundheit und Essverhalten?

•Social Media Trends (Fitspiration, Thinspiration), Pro-ED Inhalte

•Aussehensfokussierte Inhalte/Plattformen

•Hoher BMI, weibliches Geschlecht, bereits bestehende Probleme mit dem Körperbild, Jugendalter

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Wie können Körperbild-bezogene Problematiken (z.B. Körperdysmorphe Symptome, Unzufriedenheit, Scham) bei SuS erkannt werden?


Screening-Instrument (z.B. Buhlmann et al., 2010)

Objektive (Diagnose-)Instrumente

Beobachtung des Verhaltens

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"Leistungssportler:innen entsprechen ja eh den Idealen, also spielt das Körperbild und mentale Gesundheit keine Rolle für sie"

weight sensitive sports --> weight and shape pressure --> sport context encouraging a body image --> internalization of a discipline-specific body ideal --> unhealthy training intention and behavior --> disordered eating --> Fatigue --> RED-S & OTS

"retired female athlete paradox"

Starker Fokus auf Körper & Leistung

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Selbst-Diskrepanzen Theorie (Higgins)

3 Domänen des Selbst: 

•Tatsächliche Selbst (Actual Self) 

•Ideale Selbst (Ideal Self) 

•Soll-Selbst (Ought Self)

Diskrepanzen = Abweichung zwischen Actual:Ideal-Self oder Actual:Ought-Self

Annahmen: 

1.Selbstdiskrepanzen können Unbehagen und negativen Affekt verursachen

2. Selbstdiskrepanzen können motivationale Effekte hervorrufen, die zu kompensato-rischen Verhaltensweisen führen

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Windows of developmental sensitivity

Mädchen = zwischen 11 und 13 Jahren = Zeitfenster der Anfälligkeit, in dem eine über den erwarteten Werten liegende Nutzung sozialer Medien einen Rückgang der Lebenszufriedenheit gegenüber den erwarteten Werten ein Jahr später vorhersagte 

Jungen = Bei den männlichen Jugendlichen zeigte sich ein ähnliches Zeitfenster im Alter von 14 und 15 Jahren

Beide Geschlechter

•Zusätzliches Zeitfenster: 19 Jahre

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Inwiefern hängt Sport und das Körperbild zusammen und welcher Faktor spielt eine mediierende Rolle?

•Aktive Heranwachsende berichten positiveres Körperbild als Nicht-Sportler:innen (Jankauskiene & Baceviciene, 2019; Kirkcaldy et al., 2002)

•Unterschiede insbesondere bei Frauen/Mädchen zu beobachten (Toselli et al., 2022)

•Selbstwirksamkeit als mediierender Faktor (Ouyang et al., 2020)

•Höheres Empfinden von Scham, Schuld und Peinlichkeit & niedrigeres Empfinden von Stolz = geringere physische Aktivität bei Jugendlichen (Sabiston et al., 2024)


•Aber: Risiko für gestörtes Essverhalten

•Athletinnen aus ästhetische/Gewichtssportarten besonders anfällig (Berengüí et al., 2024; Jankauskiene & Baceviciene, 2019)


EXSEM

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Nennt drei mögliche Handlungsansätze für Interventionen im Bereich Social Media, Körperbild und Schulsport


operative Handlungsmöglichkeit

reflexive Handlungsfähigkeit

körperbezogene Normvorstellungen

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"Fitspiration ist doch motivierend - was soll daran schlecht sein?"

Sportsucht/exzessives Sportverhalten

Körperunzufriedenheit

Aussehensbezogene Angst und depressive Symptome

exzessive Kontrolle im Essverhalten

Konsum von leistungssteigernden Mitteln

verringerte Lebensqualität

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Anerkennungstheorie (Honneth)

•Anerkennung von anderen = zentral für eine gesunde Selbstverwirklichung/Persönlichkeitsentwicklung

•3 Domänen der Anerkennung: 

•Liebe/Emotionale Anerkennung: Vertrauen, Unterstützung, emotionale Zuwendung 

•Rechtliche Anerkennung: als gleichberechtigte Person mit Rechten respektiert werden

•Soziale Anerkennung: Anerkennung von individuellen Fähigkeiten und Beiträgen

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Körperbild

A person’s perceptions, thoughts, and feelings about his or her body (Grogan, 2022)

Multidimensional: 

Perzeptiv

Kognitiv

Affektiv

Behavioral

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Wie schätzen Sportlehrkräfte (SLK) das fitnessbezogene Handeln ihrer Schüler:innen in den Sozialen Medien ein?

•Handeln der SuS = „Blackbox“ für die meisten SLK

Bewertung: 

•(kritische) Vermittlung von geschlechter-stereotypen Körperbildern

•motivierend und demotivierend fürs Sporttreiben 

•Chancen & Risiken

•N = 9 haben bereits fitnessbezogene Inhalte im SU thematisiert (z.B. während der Pandemie)

•N = 8 sehen keinen Sinn darin oder sehen es als schwierig

•N = 10 schätzen ihre eigene Expertise als eher gering ein

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Wie muss Sportunterricht gestaltet sein, um ein positives und realistisches Selbstkonzept der SuS zu fördern und die Selbstwirksamkeit zu stärken?

versch. Anforderungsniveaus

konstruktives (motivierend, aber realstisches) Feedback


EXSEM Modell

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"Der Algorithmus zeigt meinem Kind doch nur Dinge an, die es interessieren. Da muss ich keinen Blick drauf haben."

Algorithmen = Regelwerke/Modelle, die datengetrieben festlegen, welche Inhalte in welcher Reihenfolge angezeigt werden

Zentrale Daten, die in die Berechnung des Relevanzscores einfließen:

1.Verhaltensdaten (Likes, Kommentare, Shares, Watch Time, Verweildauer im Feed, Negativsignale)

2.Beziehungsdaten (Interaktion mit Personen und Seiten, gemeinsame Kontakte, Gruppenzugehörigkeiten)

3.Kontextdaten (Uhrzeit, Endgerät, Standortnähe, Art des Inhalts (Videos oder Bildposts))

•Verschiedenen Plattformen nutzen verschiedenen Gewichtungen – Transparenz ist eingeschränkt

•Zusätzlich: kontrollierte Exploration (vor allem in “Explore“/“Vorschläge“)

Risiken: Filterblasen, Echokammern, Doomscrolling & Co. 

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Developmental-sociocultural framework: adolescent girls‘ social media use, body image concerns, and mental health (Choukas-Bradley et al., 2022)

social media features + adolescent developmental processes + gender-related sociocultural pressures = the perfect storm

--> social media experiences that may increase girls' focus on physical appearance

--> body image cognitions & concerns

--> mental health

M
e
n
u