Wann fand der Wiener Kongress statt?
1814/5
In welcher Reihenfolge wird eine Karikatur analysiert?
1) Beschreiben
2) Untersuchen
3) Deuten
Liberal/Liberalismus
von lat. liber = frei
Der Liberalismus fordert das Recht des Menschen auf seine persönliche Freiheit und wendet sich gegen Vorrechte des Adels.
Auch freies Unternehmertum, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit zählen zu den Forderungen des Liberalismus.
Wartburgfest
1817
Studenten, die von den Beschlüssen des Wiener Kongresses enttäuscht waren, schlossen sich zu Burschenschaften zusammen. Sie wählten die Farben schwarz-rot-gold als Zeichen ihrer Verbundenheit.
500 Studenten versammelten sich 1817 zu einer Protestversammlung auf der Wartburg bei Eisenach. Sie forderten ein geeintes Deutschland, in dem persönliche Freiheiten und die Rechte der Bürger gesichert sein sollten.
Die Herrscher des Deutschen Bundes reagierten mit Argwohn.
Nenne die drei grundlegenden Prinzipien des Wiener Kongresses.
Restauration
Legitimation
Solidarität
--> Individuelle Antworten.
Nation
Als Merkmale einer Nation gelten: eine gemeinsame Abstammung, Sprache, Kultur und Geschichte sowie ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen, die in einem Gebiet leben.
Hambacher Fest
1832
15 Jahre nach dem Wartburgfest versammelten sich 1832 zwischen 20.000 und 30.000 Menschen aus ganz Deutschland auf dem Hambacher Schloss in der bayrischen Pflaz zu einer großen Protestdemonstration. Neben Professoren und Studenten kamen auch Bürger, Handwerker und Kleinbauern. Redner forderten einen gemeinsamen Nationalstaat mit einer demokratischen Verfassung - vielleicht sogar ohne König.
Das Fest zeigte, dass eine mächtige nationale und liberale Bewegung entstanden war.
Erkläre die drei Prinzipien ausführlich.
1) Solidarität: gegenseitige Hilfe zur Aufrechterhaltung der alten Ordnung und zur Sicherung des Friedens (“Heilige Allianz”)
2) Restauration: Wiederherstellung der alten politischen Zustände und Rückkehr der Herrscherhäuser
3) Legitimität: Rechtmäßigkeit der Herrscher von Gottesgnaden
Erläutere die Kritik, die hinter dieser Karikatur steckt.
Der Zeichner zeigt, wie widersinnig es ist, durch eine Zensur Diskussionen und Meinungen zu unterdrücken. Die staatstreuen Bürger, die Teil des "Denkerclubs" sind können auch nicht mehr diskutieren. Es wird jedoch auch deutlich, dass der Staat eine Grenze hat: Das Diskutieren kann er verbieten, das Denken jedoch nicht. Gleichzeitig zeigt die Lähmung des Denkerclubs (insbesondere durch die absurden Regeln), dass etwas getan werden muss: Die Bürger sollten sich die Maulkörbe abreißen und sich gegen die Regierung auflehnen, statt brav und sinnlos die Beschlüsse auszuführen.
Nationalismus
ist ein übersteigerter Stolz auf die eigene Nation, teilweise verbunden mit der Herabsetzung anderer Völker und Nationen.
Karlsbader Beschlüsse
1819
1819 hat ein Student des Schriftsteller August von Kotzebue ermordet, weil dieser die liberale Nationalbewegung verspottet hatte.
Aus diesem Grund griffen die Regierungen des Deutschen Bundes hart durch und erließen die "Karlsbader Beschlüsse".
Diese verboten die Burschenschaften und setzten staatliche Aufseher für Studenten und Professoren ein. Zeitungen und Zeitschriften wurden fortan zensiert.
Nenne die Ergebnisse des Wiener Kongresses.
1) Polen wurden zwischen Preußen, Russland und Österreich aufgeteilt.
2) Es wurde ein Kräftegleichgewicht hergestellt, indem alle Siegermächte neue Gebiete dazubekamen, sodass sie gemessen an der Wirtschaftskraft, der Einwohnerzahl und am Militär ungefähr gleich stark waren.
3) Der Deutsche Bund wurde gegründet. Dies war ein lockerer Zusammenschluss der deutschen Gebiete. Der Deutsche Bund besaß keine zentrale Regierungsgewalt. Alle Staaten waren grundsätzlich gleichberechtigt und blieben souverän.
4) Die "Heilige Allianz" wurde gegründet. Dazu zählten Russland, Österreich und Preußen. Die Monarchen und Fürsten sicherten sich gegenseitige Hilfe und Unterstützung zu, falls in ihrem Land eine Revolution oder Unruhen ausbrechen sollten.
5) Ächtung der Sklaverei
Ordne die Karikatur in den historischen Kontext ein.
Die Karikatur beschäftigt sich mit den Folgen der Karlsbader beschlüsse von 1819, die zur Einführung einer weitgehenden Zensur auf dem Gebiet des Deutschen Bundes geführt hat. Die Regierungen unterbanden die freie Meinungsäußerung durch ihre Zensoren insbesondere alle Zeitungen und Publikationen.
Nationale und liberale Forderungen wurden vor den Karlsbader Beschlüssen beim Wartburgfest 1817 (500 Studenten trafen sich dort) deutlich und auch einige Zeit später auf dem Hambacher Fest (1830 - 20.000 Menschen nahmen daran teil).
Erkläre, warum viele Menschen, die gegen Napoleon gekämpft haben, von den Ergebnissen des Wiener Kongresses enttäuscht waren.
Die Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution haben die Menschen nachträglich geprägt. Das Bürgertum forderte nun persönliche Grundrechte, Gleichberechtigung mit dem Adel und politische Mitbestimmung durch ein gewähltes Parlament. Diese liberalen Forderungen wurden von den Monarchen und Fürsten beim Wiener Kongress ignoriert - sie hielten an ihrem absoluten Machtanspruch fest und erteilten dem Prinzip der Volkssouveränität eine Absage.
Beurteile, inwieweit die Karikatur den historischen Gegenstand sachlich angemessen wiedergibt.
--> Individuelle Antworten. Beachte, dass ein klares Urteil gefällt werden muss, welches im Anschluss begründet wird.
--> Formulierungshilfen: Ich bin der Meinung, dass..., weil..., Meiner Ansicht/Einschätzung nach..., Ich gelange zu dem Urteil, dass....