Wo war die Firma Sinalco A.G. beheimatet ?
In Detmold direkt am Bahnhof (Bild)
Wo haben die beiden ihre erste Wohnung bezogen ?
Im vierten Geschoss des CVJM Vereinshauses unter dem Turm (Bild)
Wo war der erste Firmensitz seiner Firma ?
Im Untergeschoß des Furtbachhauses, dem CVJM Vereinshaus
Warum konnte Ernst Munz‘ Firma so stark wachsen ?
Er übernahm die Fabrikation der Sinalco Getränken für die Detmolder Sinalco A.G.
Welche andere alte (europäische) Softdrinkmarke gibt es heute noch ?
Afri Cola
Wieviele Kalorien hat 1 Liter Sinalco Orange ?
390 / 392 kcal
Entspricht 20% der täglichen Energiemenge
Was war die Aufgabe von Anna in der Firma und wie könnte man das nennen ?
Telefon, Bürodienst, Korrespondenz, Rechnungsführung, Fläschen etikettieren und verpacken
„Die Chefin / die Patronin“
Mit was hat Ernst Munz begonnen und warum ?
Mit einem alkoholfreiem Bier, wegen der „Antialkoholfrage“
Warum wurde die Bilz-Brause umbenannt ?
Es gab einen Streit zwischen dem Getränkefabrikant Hartmann und dem Namensgeber Bilz. Außerdem gab es zahlreiche Nachahmer und der Name Bilz konnte nicht geschützt werden.
Wie hieß das Bier von Ernst Munz ?
Er schreibt nichts davon, vermutlich hatte es keinen besonderen Namen
Wie hieß Sinalco vor der Umbenennung ? Woher kommt der Name ?
Bilz-Brause
Benannt nach dem Naturheilkundler und Lebensreformer Friedrich Eduard Bilz
Über welchen Spruch ging die Traurede ?
Römer 12, 12: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet“
Was hatte die Firma von Ernst Munz im Sortiment ?
Alkoholfreies Bier, Lemon Squash (Zitronensirup), Bilz-Brause (Sinalco), Himbeersaft, Mineralwässer
Zum Schluß des Berichts ist auch noch von Brauerei-Einrichtungen die Rede
Was war auf dem Getränkemarkt im frühen 20sten Jahrhundert führend und warum ?
Bier ! Kaffee und Tee waren teure Kolonialwaren. Obst wurde gegessen und weniger versaftet (Haltbarkeit !). Wein war zu teuer für den täglichen Konsum. Fließendes Wasser war nur in wenigen Häusern vorhanden und die Straßenbrunnen waren nicht immer sauber
Wie war die erste Betriebseinrichtung von Ernst Munz ?
Gebrauchter Schreibtisch, angefertigter Warenschrank, zwei Spirituslampen, Regale, Vorhang als Raumtrenner
Was ist das besondere an Sinalco ?
Die erste europäische Marke für einen alkoholfreien Softdrink
Wie und wo kam es zur Verlobung ?
Ernst Munz‘ Geschäftspartner Friedrich Barth arrangierte die Verlobung und damit die Ehe. Ernst Munz hielt nach einem Spaziergang im Wildpark in Stuttgart gleich am Abend bei der Mutter um die Hand von Anna Egerer an.
Was war der „Ruhm“ der Firma Ernst Munz ?
„Was versprochen ist, wird auch erledigt“
Was ist die technische Grundlage, dass Limonaden oder Softdrinks damals eine Neuheit waren ?
Die Kohlensäureindustrie kam erst gerade auf, seit 1886 ein Patent gelöscht wurde, was die Verwendung des entsprechenden Verfahrens geschützt hatte
Was ist in der heutigen Getränkeproduktion heute noch gleich wie damals und warum ?
Es wird immer noch sehr viel lokal produziert nach einheitlichen Rezepten. Transport großer Mengen ist immer noch verhältnismäßig teuer und die meisten Getränke bestehen zu großen Teilen aus dem lokal gut verfügbaren Wasser (Coca-Cola)
Wie entstand der Name „Sinalco“ und was bedeutet er ?
Durch ein Preisausschreiben
„sine alcohol“ = ohne Alkohol
Wie lange waren Ernst Munz und Frl. Egerer verlobt ?
02.03.(Montag !) - 22.10.1903 (Donnerstag) also rund 8 Monate
Was war sein erstes Firmengefährt ?
Reingefallen: Ein Handwagen !
(Bild Benz 1908)
Welche operativen Probleme hatte die Getränkeindustrie damals ?
Hygiene ! Mechanische Flaschenspülanlagen waren in den Grundzügen. Sterilisierung funktionierte nicht immer. Der „Patentverschluß“ = Kronkorken eroberte damals erst die Welt.
Transport war langsam, teuer und teilweise verdarb die Fracht. Die Getränkekisten waren noch nicht standardisiert und meistens aus Holz
Was begann sich im frühen 20sten Jahrhundert in der Wirtschaft zu etablieren ? Warum und wie funktionierte das ?
Markenware ! Nur einen Markennamen konnte man durch Plakate und andere Werbung gezielt fördern. Die Herausforderung war, das Produkt gegenüber den Wettbewerbern und markenloser Ware positiv abzuheben. Dazu musste die Marke wahrnehmbar und unverwechselbar sein.