Definiert, was normative/deskriptive Aussagen sind
Aussagen, die angeben, das etwas so und so ist oder sein soll
Wie nennt man das biografisch oder kulturell geprägte Wissen, das wir immer schon mitbringen, um überhaupt Sinn erschliessen zu können?
Vorverständnis
Was bedeutet Falsifikation?
Widerlegen einer Theorie
Was ist ein zentraler Paradigmenwechsel, der sich in der RW ereignet hat?
Von der Religionsphänomenologie zur Kulturwissenschaftlichen RW
"Die Sonne ist bisher jeden Tag aufgegangen, also wird sie morgen auch aufgehen."
Induktion
Definiert den naturalistischen Fehlschluss
Schliesst davon, dass etwas so ist darauf, dass es so sein soll
Warum versteht eine Person einen gelesenen Text anders als eine andere Person?
Weil jede Person ein anderes Vorverständnis mitbringt
Definiert Induktion und Deduktion
Induktion: Schluss vom Besonderen auf das Allgemeine
Deduktion: Schluss vom Allgemeinen auf das Besondere
Wie definiert Burkhard Gladigow Religion aus kulturwissenschaftlicher Sicht?
Als spezifischer Typ eines Kommunikations-, Deutungs- und Symbolsystems (oder kurz: Zeichensystem)
„Die meisten Menschen lügen, also ist Lügen in Ordnung.“
Naturalistischer Fehlschluss
Welches Problem entsteht, wenn eine Wissenschaftler*in unreflektiert Begriffe aus der Objektsprache übernimmt?
Nennt ein Beispiel
Übernimmt u.U. Wertungen/Vorurteile
Bsp.: "Extremismus", "Sekte"
Warum wird der hermeneutische Zirkel bei Gadamer zur Spirale?
Weil die eigene Meinung im ständigen Dialog mit der Sache/dem Gegenüber revidiert und vertieft wird (es gibt kein Ende des Verstehens)
Welche Wahrheitstheorie besagt, dass ein Satz wahr ist, wenn er mit anderen akzeptierten Sätzen eines Systems widerspruchsfrei zusammenpasst?
Kohärenztheorie
Nennt die fünf Phasen der Wissenschaftsdynamik nach Kuhn in der richtigen Reihenfolge
Vorparadigmatische Phase – Normale Wissenschaft – Krise – Revolution – Neue normale Wissenschaft
„Zwei Theorien beschreiben die Welt völlig unterschiedlich und sind nicht direkt vergleichbar.“
Inkommensurabilität
Was ist ein Beispiel für ein absolutes a priori?
Satz vom Widerspruch („Ein Ding kann nicht zugleich sein und nicht sein.“)
Kausalitätsprinzip (Ereignisse haben Ursachen)
Identitätsprinzip (A=A)
Logisches Schlussprinzip (Alle A sind B. x ist ein A. x =B)
Welches Konzept tritt in der Hermeneutik an die Stelle der unmöglichen „absoluten Objektivität“?
Intersubjektive Konkordanz in einer Forschungsgemeinschaft
Warum ist die Falsifikation logisch „stärker“ als die Bestätigung (Induktion)?
Weil eine All-Aussage (Naturgesetz) durch noch so viele positive Belege nie endgültig bewiesen werden kann, aber durch ein einziges negatives Gegenbeispiel logisch zwingend widerlegt ist
Warum ist es schwierig, zwei verschiedene Paradigmen miteinander zu vergleichen?
Weil sie unterschiedliche Grundannahmen, Fragen, Begriffe und Methoden haben, sodass sie nicht direkt übersetzbar sind
„Ich verstehe diesen Text jetzt anders als beim ersten Lesen.“
Hermeneutischer Zirkel
Wie nennt man eine Festsetzung, die innerhalb eines Systems als Voraussetzung gilt, aber im Licht neuer Erkenntnisse revidiert werden kann?
Relatives a priori
Was ist das Hempel-Oppenheim-Schema?
Das HO-Schema ist die formale Struktur einer (angeblich) vollständigen kausalen Erklärung.
Bonus: Es besteht aus einem Explanans (Gesetzesaussage und Antecedensbedingungen) und einem Explanandum (das Ereignis, das als logischer Schluss aus dem Explanans abgeleitet wird)
Worin besteht nach Karl Popper das Induktionsproblem und welche Konsequenz hat das für den Begriff "Naturgesetze"?
Das Induktionsproblem besagt, dass man von begrenzten Einzelbeobachtungen niemals logisch zwingend auf ein allgemeines Gesetz (All-Aussage) schliessen kann.
Konsequenz: Naturgesetze können niemals als endgültig wahr bewiesen (verifiziert) werden; man spricht deswegen von "Hypothesen"
Warum agierte die frühe Religionswissenschaft laut Gladigow oft selbst „religiös“?
Weil sie die gleichen Gegenstände hatte wie die Religionen selbst (Gott, das Heilige -> Objektebene) und in einen „Erkenntniswettbewerb“ mit ihnen trat
Hubert Cancik: „Sätze der Religionswissenschaft sind nicht selbst religiöse Sätze“.
Metasprache