Prävention und Salutogenese
Ernährung
Krankheitsbilder
Krankheitsbilder
Anatomie/Physiologie
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Erkläre die drei Arten der Prävention

Primär: Krankheiten verhindern, bevor sie entstehen, und die Gesundheit erhalten. Richtet sich an gesunde Menschen. Mögliche Maßnahmen sind die Förderung eines gesunden Lebensstils, wie gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Stressbewältigung, Nichtrauchen oder Schutzimpfungen.


Sekundär:     Ziel ist es Krankheiten in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen und zu behandeln, um deren Fortschreiten zu verhindern. Richtet sich an Personen mit Risikofaktoren oder asymptomatische Personen (noch keine Symptome). Mögliche Maßnahmen sind  Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen.

Tertiär: Ziel ist  es die Verschlimmerung oder das Wiederauftreten einer bereits bestehenden, manifesten Krankheit zu verhindern und Folgeschäden zu minimieren. Richtet sich an Personen, die bereits erkrankt sind oder an chronischen Problemen leiden. Mögliche Maßnahmen sind Rehabilitationsmaßnahmen, Schulungen zum Umgang mit der Krankheit.

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Nenne die Unterschiedlichen Lebensmittelgruppen.

Pflanzliche Lebensmittel (Obst und Gemüse, Getreideprodukte, Kartoffel), Tierische Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Milchprodukte), Fette und Öle, Genussmittel und Süßwaren
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Nenne mir die Krankheitsbilder des Herzkreislaufsystems, die wir besprochen haben. 

Arteriosklerose, Herzinsuffizienz, Hypertonie, Koronare Herzkrankheit, Myokardinfarkt

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Nenne mir 5 Risikofaktoren für eine HKE.

Adipositas, Diabetes, Bewegungsmangel, Rauchen, genetische Disposition

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Beschreibe den Aufbau vom Herz.

Grundaufbau des Herzens

Das Herz besteht aus vier Hohlräumen:

  • Rechter Vorhof (Atrium dextrum)
    Hier kommt sauerstoffarmes Blut aus dem Körper über die große Hohlvene an.
  • Rechte Kammer (Ventrikel dexter)
    Sie pumpt das Blut in die Lunge, wo es mit Sauerstoff angereichert wird.
  • Linker Vorhof (Atrium sinistrum)
    Hier fließt sauerstoffreiches Blut aus der Lunge über die Lungenvenen ein.
  • Linke Kammer (Ventrikel sinister)
    Sie ist die kräftigste Herzkammer und pumpt das sauerstoffreiche Blut in den gesamten Körper.

Herzklappen – die „Ventile“

Damit das Blut nur in eine Richtung fließt, gibt es vier Herzklappen:

  • Trikuspidalklappe (zwischen rechtem Vorhof und rechter Kammer)
  • Pulmonalklappe (zwischen rechter Kammer und Lungenarterie)
  • Mitralklappe (zwischen linkem Vorhof und linker Kammer)
  • Aortenklappe (zwischen linker Kammer und Hauptschlagader)

Diese Klappen öffnen und schließen sich rhythmisch mit jedem Herzschlag.

Herzwand

Die Herzwand besteht aus drei Schichten:

  1. Endokard – innere glatte Schicht
  2. Myokard – Herzmuskel (die dickste Schicht, sorgt für die Pumpkraft)
  3. Epikard – äußere Schutzschicht

Außen wird das Herz zusätzlich vom Herzbeutel (Perikard) umgeben, der es schützt und Reibung im Brustkorb reduziert.

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Welche unterschiedlichen Ziele verfolgen Verhaltens- und Verhältnisprävention? 

Die Verhaltensprävention zielt darauf ab, das persönliche Gesundheitsverhalten zu optimieren und gesundheitsförderliche Kompetenzen zu stärken.

Die Verhältnisprävention zielt auf die Gestaltung gesundheitsförderlicher Lebens- und Arbeitsbedingungen ab, um das Umfeld risikoarm zu gestalten.

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Erkläre den Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und warum man nicht zu viel Cholesterin zu sich nehmen sollte.

Gesättigte Fettsäuren und Ungesättigte Fettsäuren unterscheiden sich in ihrem chemischen Aufbau und ihrer Wirkung auf den Körper.

Gesättigte Fettsäuren

Eigenschaften

  • besitzen keine Doppelbindungen in ihrer chemischen Struktur
  • sind meist bei Raumtemperatur fest
    ungesättigte Fettsäuren
  • Sie besitzen eine oder mehrere Doppelbindungen.
    Arten
    • einfach ungesättigte Fettsäuren
    • mehrfach ungesättigte Fettsäuren

      Der Körper produziert selbst Cholesterin, vor allem in der Leber. Deshalb ist eine zusätzliche hohe Aufnahme über die Ernährung meist nicht notwendig.
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Beschreibe die Phasen von  einer HIV-Infektion bis es zum Krankheitsausbruch kommt.

Akutphase, Latenzzeit/asymptomatische Phase, symptomatische Phase, AIDS

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Definiere die Krankheit Hypertonie und erkläre ab welchen Blutdruckwerten man von einer Hypertonie spricht?

Hypertonie (Bluthochdruck) ist eine chronische Erkrankung, bei der der Druck des Blutes in den Arterien dauerhaft erhöht ist. Dadurch muss das Herz stärker arbeiten, und langfristig können Gefäße sowie Organe wie Herz, Gehirn, Nieren und Augen geschädigt werden.
Ab 140/90 mmHg

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Erkläre den Sauerstoffaustausch im Körperkreislauf.

1. Rechter Vorhof (Atrium dextrum)

  • Hier kommt sauerstoffarmes, CO₂-reiches Blut aus dem Körper über die Hohlvenen an.
  • Dieses Blut hat bereits Sauerstoff an die Körperzellen abgegeben.

2. Rechte Herzkammer

  • Vom rechten Vorhof gelangt das Blut in die rechte Kammer.
  • Von dort wird es in die Lunge gepumpt (Lungenkreislauf, nicht Körperkreislauf).

👉 In der Lunge erfolgt erst die Sauerstoffaufnahme, nicht im Körperkreislauf.

3. Linker Vorhof und linke Kammer

  • Das nun sauerstoffreiche Blut kommt aus der Lunge zurück ins Herz.
  • Es gelangt in den linken Vorhof und anschließend in die linke Herzkammer.
  • Von dort wird es in den Körperkreislauf gepumpt.

4. Arterien im Körperkreislauf

  • Die linke Kammer pumpt das Blut in die Hauptschlagader (Aorta).
  • Über Arterien gelangt es zu allen Organen und Geweben.

5. Sauerstoffaustausch in den Kapillaren

In den kleinsten Gefäßen (Kapillaren) passiert der eigentliche Austausch:

  • Sauerstoff (O₂) diffundiert aus dem Blut in die Körperzellen
  • Kohlendioxid (CO₂) diffundiert aus den Zellen ins Blut

👉 Die Zellen nutzen Sauerstoff für die Energiegewinnung (Zellatmung).

6. Rücktransport zum rechten Vorhof

  • Das nun sauerstoffarme, CO₂-reiche Blut fließt über die Venen zurück.
  • Es gelangt wieder in den rechten Vorhof – der Kreislauf beginnt von vorn.

Kurz zusammengefasst

Rechter Vorhof → rechte Kammer → Lunge (Sauerstoffaufnahme) → linker Vorhof → linke Kammer → Körper → zurück zum rechten Vorhof

👉 Der eigentliche Sauerstoffaustausch im Körper findet in den Kapillaren zwischen linker Kammer und rechtem Vorhof statt.

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Nenne die Bestandteile des Modell der Salutogenese.

Gesundheitskrankheitskontinuum, Stressoren, Widerstandsressourcen, Kohärenzgefühl (Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit)
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Wie viel sollten man von Obst- und Gemüse und von Fleisch und Wurst essen? 

5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag

  • davon ca. 3 Portionen Gemüse
  • ca. 2 Portionen Obst

  • Fleisch und Wurst: max. 300–600 g pro Woche

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Erläutere warum ein Myokardinfarkt bei Frauen später erkannt wird.

Myokardinfarkt wird bei Frauen häufig später erkannt, weil die Beschwerden atypisch sind. Dadurch werden Warnzeichen manchmal falsch gedeute.

Gründe für die spätere Erkennung bei Frauen

1. Häufig atypische Symptome

Männer haben häufiger den klassischen starken Brustschmerz.
Frauen zeigen dagegen öfter unspezifische Beschwerden wie:

  • Atemnot
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Oberbauchschmerzen
  • Rücken-, Schulter- oder Kieferschmerzen
  • starke Müdigkeit
  • Schwindel
  • Erschöpfung

Dadurch wird ein Herzinfarkt nicht sofort vermutet.

2. Beschwerden werden anders interpretiert

Die Symptome werden bei Frauen häufiger:

  • als Stress,
  • Magenproblem,
  • Muskelverspannung
    oder psychische Belastung eingeordnet.

Deshalb suchen viele Betroffene später medizinische Hilfe.

3. Herzinfarkt gilt oft noch als „Männerkrankheit“

Lange Zeit konzentrierte sich die Forschung vor allem auf männliche Patienten. Deshalb:

  • sind typische Frauen-Symptome weniger bekannt,
  • und Warnzeichen werden teilweise unterschätzt.

4. Höheres Erkrankungsalter

Frauen erleiden einen Myokardinfarkt oft erst in höherem Alter, häufig nach den Wechseljahren.

In diesem Alter bestehen oft weitere Erkrankungen wie:

  • Diabetes,
  • Bluthochdruck,
  • oder Herzschwäche,

die die Diagnose zusätzlich erschweren können.

5. Diabetes verschleiert Symptome

Frauen mit Diabetes mellitus Typ 2 haben häufiger abgeschwächte Schmerzempfindungen. Dadurch kann ein Herzinfarkt weniger deutlich wahrgenommen werden.

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Erkläre anhand der Ursachen wie es zur Entstehung eines Adipositas kommt.

Überernährung und Bewegungsmangel führen dazu, dass Energieüberschuss, durch Überernährung,  führt zu Stoffwechselstörungen, führt zu fehlen an Sättigungsgefühl  führt dazu, dass der Körper nzu viel Energie aufnimmt und zu wenig verbraucht, ein Überschuss wird in Form von Fett in den Fettzellen gespeichert

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Was ist mit LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin gemeint?

LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin sind Transportformen von Cholesterin im Blut. Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff, der für den Körper lebenswichtig ist (z. B. für Zellmembranen und Hormone), aber nicht frei im Blut schwimmen kann. Deshalb wird es an Transporteiweiße (Lipoproteine) gebunden.

LDL-Cholesterin („schlechtes Cholesterin“)

Aufgabe:

  • Transportiert Cholesterin von der Leber zu den Körperzellen

Problem bei zu hohen Werten:

  • überschüssiges LDL kann sich in den Gefäßwänden ablagern
  • es entstehen Fettablagerungen (Plaques)

👉 Dadurch wird die Entstehung von Arteriosklerose gefördert.

Folgen:

  • Koronare Herzkrankheit
  • Myokardinfarkt
  • Schlaganfall

HDL-Cholesterin („gutes Cholesterin“)

Aufgabe:

  • transportiert überschüssiges Cholesterin von den Körperzellen zurück zur Leber

Wirkung:

  • entfernt Cholesterin aus den Gefäßen
  • wirkt schützend gegen Ablagerungen

👉 Daher wird es als „gutes Cholesterin“ bezeichnet.

Einfacher Vergleich

  • LDL = bringt Cholesterin in die Körpergewebe
  • HDL = räumt überschüssiges Cholesterin wieder ab

Fazit

LDL-Cholesterin ist wichtig, kann aber in zu hoher Menge Gefäße schädigen, während HDL-Cholesterin eher schützend wirkt, weil es Cholesterin aus dem Blutkreislauf entfernt.

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Worin unterscheiden sich biomedizinisches Modell und das Modell der Salutogenese.

Biomedizinisches Modell

Dieses Modell betrachtet Gesundheit vor allem als Abwesenheit von Krankheit.

Grundidee:

  • Der Körper wird wie eine „Maschine“ gesehen.
  • Krankheit hat eine klare, körperliche Ursache (z. B. Bakterien, Viren, Verletzungen, genetische Defekte).

Modell der Salutogenese

Dieses Modell wurde von Aaron Antonovsky entwickelt und fragt nicht nur nach Krankheit, sondern nach der Entstehung von Gesundheit.

Grundidee:

  • Gesundheit und Krankheit sind keine Gegensätze, sondern ein Kontinuum.
  • Jeder Mensch bewegt sich zwischen „gesund“ und „krank“.
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Welche Vorteile haben Vollkornprodukte, Obst- und Gemüse und warum?

1. Vorteile von Vollkornprodukten

Warum sind sie gesund?

Vollkornprodukte enthalten das ganze Getreidekorn (Schale, Keim, Mehlkörper).

Vorteile:

  • Viele Ballaststoffe → fördern die Verdauung und machen lange satt
  • Stabilerer Blutzucker → langsamerer Anstieg des Blutzuckerspiegels
  • Reich an Vitaminen (B-Vitamine) → wichtig für Nerven und Energiestoffwechsel
  • Mineralstoffe (z. B. Magnesium, Eisen)

👉 Vorteil insgesamt: schützen vor Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2 und Koronare Herzkrankheit.

2. Vorteile von Obst

Warum ist Obst gesund?

Obst enthält viele natürliche Inhaltsstoffe bei relativ geringer Kaloriendichte.

Vorteile:

  • Vitamine (z. B. Vitamin C) → stärken das Immunsystem
  • Sekundäre Pflanzenstoffe → wirken antioxidativ und entzündungshemmend
  • Ballaststoffe → fördern die Verdauung
  • Wasserreich → unterstützt die Flüssigkeitszufuhr

👉 Vorteil insgesamt: schützt Zellen und unterstützt die Abwehrkräfte.

3. Vorteile von Gemüse

Warum ist Gemüse gesund?

Gemüse ist sehr nährstoffreich und kalorienarm.

Vorteile:

  • Sehr viele Vitamine und Mineralstoffe (z. B. Kalium, Folsäure)
  • Viele Ballaststoffe → gute Sättigung und gesunde Darmfunktion
  • Sekundäre Pflanzenstoffe → schützen vor Zellschäden
  • Sehr energiereduziert → hilft beim Gewicht halten

👉 Vorteil insgesamt: unterstützt Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel.

Zusammenfassung

  • Vollkornprodukte → lange Sättigung, stabile Energie, guter Blutzucker
  • Obst → Vitamine + Schutzstoffe für das Immunsystem
  • Gemüse → sehr nährstoffreich und kalorienarm

👉 Gemeinsam tragen sie dazu bei, das Risiko für Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zu senken.

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Welche Ursachen für eine Herzinsuffizienz gibt es?

KHK, Herzinfarkt, Hypertonie, Herzklappenerkrankungen, Myokarditits, Lungenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen

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Erkläre den Zusammenhang eines zu Hohen Spiegel and LDL-Cholesterin und einer Arteriosklerose

LDL wird oft als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet, weil es Cholesterin aus der Leber zu den Körperzellen transportiert. Ist zu viel LDL im Blut vorhanden, kann es sich in den Gefäßwänden ablagern.

Wie entsteht Arteriosklerose durch hohes LDL?

1. Eindringen von LDL in die Gefäßwand

Bei einem dauerhaft erhöhten LDL-Spiegel gelangt mehr LDL-Cholesterin in die Innenwand der Arterien.

Besonders leicht passiert das an vorgeschädigten Gefäßstellen, zum Beispiel durch:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus

2. Entzündungsreaktion

Das eingelagerte LDL wird verändert (oxidiert). Das Immunsystem erkennt diese Stoffe als schädlich.

Dadurch:

  • wandern Abwehrzellen in die Gefäßwand ein,
  • es entsteht eine chronische Entzündung.

Die Abwehrzellen nehmen das Cholesterin auf und werden zu sogenannten „Schaumzellen“.

3. Bildung von Plaques

Mit der Zeit entstehen Ablagerungen aus:

  • Fett,
  • Cholesterin,
  • Bindegewebe,
  • Kalk.

Diese Ablagerungen nennt man Plaques.

Die Gefäßwand wird:

  • dicker,
  • härter,
  • und enger.

4. Durchblutungsstörungen

Die verengten Arterien können weniger Blut transportieren.

Dadurch entsteht Sauerstoffmangel in Organen, zum Beispiel:

  • am Herzen → Koronare Herzkrankheit
  • im Gehirn → Schlaganfall
  • in den Beinen → Durchblutungsstörungen

5. Gefahr des Gefäßverschlusses

Reißt eine Plaque auf, kann sich ein Blutgerinnsel bilden.

Dadurch kann das Gefäß plötzlich vollständig verschlossen werden:

  • im Herzen → Myokardinfarkt
  • im Gehirn → Schlaganfall
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Erläutere den Ablauf der Blutzuckerregulation.

Die Blutzuckerregulation sorgt dafür, dass der Glukosespiegel im Blut möglichst konstant bleibt (ca. 70–110 mg/dl im Nüchternzustand). Sie wird vor allem durch zwei Hormone der Bauchspeicheldrüse gesteuert: Insulin und Glukagon.

1. Blutzucker steigt (z. B. nach dem Essen)

Was passiert?

  • Kohlenhydrate aus der Nahrung werden im Darm zu Glukose abgebaut.
  • Der Blutzuckerspiegel steigt.

Reaktion des Körpers:

Die Bauchspeicheldrüse (Langerhans-Inseln) schüttet Insulin aus.

Wirkung von Insulin:

  • Glukose wird aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen (z. B. Muskel- und Fettzellen)
  • Leber speichert Glukose als Glykogen
  • Blutzuckerspiegel sinkt wieder

👉 Ergebnis: Der Blutzucker wird normalisiert.

2. Blutzucker sinkt (z. B. zwischen Mahlzeiten)

Was passiert?

  • Der Körper verbraucht Glukose für Energie
  • Der Blutzuckerspiegel fällt

Reaktion des Körpers:

Die Bauchspeicheldrüse schüttet Glukagon aus.

Wirkung von Glukagon:

  • Glykogen in der Leber wird zu Glukose abgebaut
  • Glukose wird ins Blut abgegeben

👉 Ergebnis: Der Blutzucker steigt wieder an.

3. Zusammenspiel (Regelkreis)

Die beiden Hormone wirken gegensätzlich:

  • Insulin → senkt Blutzucker
  • Glukagon → erhöht Blutzucker

👉 Das ist ein Regelkreis (negative Rückkopplung), der den Blutzucker stabil hält.

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Erkläre das Modell der Salutogense.

Das Modell der Salutogenese wurde von Aaron Antonovsky entwickelt und beschäftigt sich nicht mit der Frage „Warum werden Menschen krank?“, sondern mit der Frage:

👉 „Was hält Menschen gesund?“

Grundidee

Gesundheit ist kein fester Zustand, sondern ein Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit.
Jeder Mensch bewegt sich im Laufe seines Lebens auf diesem Kontinuum hin und her.

Zentrale Bestandteile

1. Stressoren

Das sind Belastungen, die auf den Menschen einwirken:

  • körperliche Belastungen (z. B. Krankheit)
  • psychische Belastungen (z. B. Stress)
  • soziale Probleme (z. B. Konflikte)

👉 Stressoren gehören zum Leben dazu und sind nicht automatisch schädlich.

2. Widerstandsressourcen

Das sind „Schutzfaktoren“, die helfen, Stress zu bewältigen:

  • soziale Unterstützung (Familie, Freunde)
  • Bildung und Wissen
  • finanzielle Sicherheit
  • körperliche Gesundheit
  • Selbstvertrauen

👉 Je mehr Ressourcen, desto besser kann man mit Belastungen umgehen.

3. Kohärenzgefühl (Sense of Coherence)

Der wichtigste Kern des Modells. Es besteht aus drei Teilen:

  • Verstehbarkeit: Die Welt ist nachvollziehbar und geordnet
  • Handhabbarkeit: Ich habe Mittel und Fähigkeiten, Probleme zu lösen
  • Sinnhaftigkeit: Das Leben ist sinnvoll und es lohnt sich, sich anzustrengen

👉 Ein starkes Kohärenzgefühl fördert Gesundheit.

Ziel des Modells

Nicht nur Krankheiten vermeiden, sondern:

  • Gesundheit aktiv fördern
  • Ressourcen stärken
  • Menschen helfen, mit Belastungen besser umzugehen

Unterschied zur klassischen Medizin

Im Gegensatz zum rein medizinischen Modell (das Krankheit behandelt), betrachtet die Salutogenese:

  • den ganzen Menschen
  • seine Lebensumstände
  • und seine Fähigkeiten zur Bewältigung

Kurz gesagt

Das Salutogenese-Modell erklärt Gesundheit als Ergebnis von:
👉 Stressoren + Ressourcen + Kohärenzgefühl auf einem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum.

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Erläutere warum Ballaststoffe für eine gesunde/ausgewogene Ernährung so wichtig sind.

Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel (z. B. Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte), die im Dünndarm kaum oder gar nicht verdaut werden. Trotzdem sind sie sehr wichtig für eine gesunde und ausgewogene Ernährung, weil sie viele positive Wirkungen im Körper haben.

1. Förderung der Verdauung

Ballaststoffe binden Wasser im Darm und erhöhen dadurch das Stuhlvolumen. Das sorgt dafür, dass der Darm besser arbeitet und der Stuhl leichter transportiert wird. Dadurch beugen sie Verstopfung vor.

2. Gesundheit der Darmflora

Im Dickdarm dienen viele Ballaststoffe als „Futter“ für nützliche Darmbakterien. Diese bauen sie ab und bilden dabei wichtige Stoffwechselprodukte (z. B. kurzkettige Fettsäuren), die die Darmgesundheit unterstützen und Entzündungen im Körper reduzieren können.

3. Längeres Sättigungsgefühl

Ballaststoffreiche Lebensmittel müssen länger gekaut werden und werden langsamer verdaut. Dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel stabiler und man fühlt sich länger satt, was beim Gewichtsmanagement helfen kann.

4. Einfluss auf den Blutzucker

Ballaststoffe verlangsamen die Aufnahme von Zucker ins Blut. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen langsamer und gleichmäßiger, was besonders für Menschen mit Diabetes oder Insulinproblemen wichtig ist.

5. Schutz des Herz-Kreislauf-Systems

Bestimmte Ballaststoffe können helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, indem sie Gallensäuren im Darm binden und ausscheiden. Das kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.

Fazit

Ballaststoffe sind zwar keine Energiequelle im klassischen Sinn, aber sie sind entscheidend für eine gesunde Verdauung, stabile Blutzuckerwerte, eine gute Darmflora und den Schutz vor verschiedenen Krankheiten.

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Erkläre wie es zur Entstehung eines DM Typ 2 kommt.

Diabetes mellitus Typ 2 entsteht durch ein Zusammenspiel aus Insulinresistenz und einer später nachlassenden Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse.

Wie entsteht DM Typ 2?

1. Insulin wirkt schlechter (Insulinresistenz)

Normalerweise sorgt das Hormon Insulin dafür, dass Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen wird.

Bei Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen jedoch immer schlechter auf Insulin:

  • Muskel-, Fett- und Leberzellen nehmen weniger Glukose auf.
  • Der Blutzuckerspiegel steigt an.

Die Bauchspeicheldrüse versucht zunächst gegenzusteuern und produziert mehr Insulin.

2. Überlastung der Bauchspeicheldrüse

Durch die dauernde Mehrarbeit erschöpfen sich die insulinbildenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse langsam.

  • Die Insulinproduktion nimmt ab.
  • Der Körper kann den erhöhten Blutzucker nicht mehr ausgleichen.
  • Es entwickelt sich ein dauerhafter Diabetes mellitus Typ 2.
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Beschreibe wie es zu einer koronaren Herzkrankheit kommt.

Koronare Herzkrankheit entsteht durch eine Verengung der Herzkranzgefäße (Koronararterien). Diese Gefäße versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen. Werden sie enger, erhält das Herz nicht mehr genügend Sauerstoff – besonders bei körperlicher Belastung.

Entstehung der koronaren Herzkrankheit

1. Schädigung der Gefäßinnenwand

Zunächst wird die innere Gefäßwand geschädigt, zum Beispiel durch:Bluthochdruck, Rauchen, hohe Blutfettwerte, Diabetes mellitus, Bewegungsmangel

2. Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose)

An den geschädigten Stellen lagern sich Fette (vor allem Cholesterin), Kalk, Entzündungszellen ab.

Es entstehen sogenannte Plaques.

Dadurch werden die Herzkranzgefäße zunehmend enger und härter.

3. Verminderte Sauerstoffversorgung

Durch die Verengung kann weniger Blut zum Herzmuskel fließen.

Vor allem bei Belastung benötigt das Herz mehr Sauerstoff. Die Folge können sein:Brustschmerzen oder Engegefühl (Angina pectoris), Atemnot, Leistungsminderung

4. Vollständiger Gefäßverschluss

Reißt eine Plaque auf, kann sich ein Blutgerinnsel bilden und das Gefäß vollständig verschließen. -->Ischämie (Mangeldurchblutung entsteht)

Dann entsteht ein:

  • Myokardinfarkt

Dabei stirbt Herzmuskelgewebe ab

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Erläutere den Ablauf der spezifischen Immunabwehr.

Die spezifische (adaptive) Immunabwehr ist der gezielte Teil des Immunsystems, der genau auf bestimmte Krankheitserreger reagiert. Sie arbeitet langsamer als die unspezifische Abwehr, bildet dafür aber ein Immun-Gedächtnis.

1. Erkennung des Erregers

  • Krankheitserreger (z. B. Viren, Bakterien) tragen typische Oberflächenstrukturen (Antigene).
  • Fresszellen (z. B. Makrophagen) nehmen den Erreger auf und „zerlegen“ ihn.
  • Sie präsentieren Teile des Erregers (Antigene) auf ihrer Oberfläche.

👉 Diese Zellen heißen antigenpräsentierende Zellen.

2. Aktivierung der T-Helferzellen

  • Eine passende T-Helferzelle erkennt das präsentierte Antigen.
  • Sie wird dadurch aktiviert und startet die Immunantwort.
  • Gleichzeitig bildet sie Botenstoffe (Zytokine), die andere Immunzellen aktivieren.

3. Aktivierung der B-Zellen

  • B-Lymphozyt erkennen das Antigen ebenfalls (oft mit Hilfe der T-Helferzellen).
  • Sie werden aktiviert und beginnen sich stark zu vermehren (klonale Expansion).

4. Bildung von Antikörpern

  • Aktivierte B-Zellen entwickeln sich zu Plasmazellen.
  • Diese produzieren Antikörper, die genau zum Antigen passen.

👉 Wirkung der Antikörper:

  • binden an Erreger
  • markieren sie für Fresszellen
  • neutralisieren Giftstoffe oder Viren

5. Zerstörung der Erreger

  • Antikörper-markierte Erreger werden von Fresszellen leichter erkannt und zerstört.
  • Zusätzlich können T-Killerzelle infizierte Körperzellen direkt abtöten.

6. Bildung von Gedächtniszellen

  • Einige B- und T-Zellen werden zu Gedächtniszellen.
  • Sie bleiben lange im Körper und „merken“ sich den Erreger.

👉 Bei einer erneuten Infektion reagiert das Immunsystem viel schneller.

Zusammenfassung

  1. Erreger wird erkannt und präsentiert
  2. T-Helferzellen werden aktiviert
  3. B-Zellen werden aktiviert
  4. Antikörper werden gebildet
  5. Erreger wird bekämpft und zerstört
  6. Gedächtniszellen bleiben zurück

Wichtig

Die spezifische Immunabwehr ist besonders effektiv, weil sie:

  • gezielt arbeitet,
  • sehr stark reagiert,
  • und ein Immungedächtnis bildet (Grundlage von Impfungen).